Berlin-Spandau

Kladower wollen Profil ihres Ortsteils stärken

Informationstafeln sollen an geschichtsträchtigen Häusern angebracht werden. Per Smartphone soll es zusätzliche Informationen geben.

Das Kladower Forum ist regelmäßig Veranstaltungsort von Konzerten, Lesungen oder Ausstellungen. Jetzt soll es eine Informationstafel bekommen.

Das Kladower Forum ist regelmäßig Veranstaltungsort von Konzerten, Lesungen oder Ausstellungen. Jetzt soll es eine Informationstafel bekommen.

Foto: Rainer Nitsch

Berlin. Die Geschichte vom Spandauer Ortsteil Kladow und von dessen historischen Gebäuden soll bekannter werden. Dazu will die Gruppe „Werkstatt Geschichte“ vom Verein Kladower Forum Informationstafeln an Gebäuden, die die Vergangenheit des Ortsteils dokumentieren, aufhängen. Die Aktion läuft unter dem Titel „Mehr Profil für Kladow“. Am Freitag soll das erste Schild angebracht werden.

Die „Werkstatt Geschichte“ hat sich bereits 1987 gegründet und hat seither das Ziel, die Historie Kladows zu erforschen. Dazu sammeln die Mitglieder Dokumente der alten und neuen Geschichte im Ort selbst und recherchieren in Archiven. Über die Jahre sind so zahlreiche Fotos sowie Urkunden, Landkarten und Zeitungsausschnitte zusammengekommen. Hinter der neusten Aktion steckt - wie der Name verrät - der Plan, das Profil des Ortsteils zu stärken und dafür zu sorgen, dass Einwohner wie Besucher die Geschichte des Ortsteils besser kennenlernen.

Webcode soll zu weiteren Informationen führen

Die Aktion „Mehr Profil für Kladow“ soll derweil auch multimedial funktionieren: Während auf den Schildern die Geschichte des Gebäudes knapp zusammengefasst ist, sollen Interessierte zusätzliche Informationen online abrufen können. Dafür ist ein Code vorgesehen, über den Menschen auf die Website des Kladower Forums und zum gewünschten Beitrag gelangen sollen.

Als erstes steht bei der Aktion nun das Haus des Kladower Forums selbst im Mittelpunkt. „Der ehemalige Bauernhof der alteingesessenen Kladower Bauernfamilie Marzahn gehört zu den Höfen, die sich bereits auf einem Dorfplan von 1771 nachweisen lassen“, schreibt Rainer Nitsch von der „Werkstatt Geschichte“.

Das Gebäude werde in der Denkmalliste des Landeskonservators aufgeführt, die kulturhistorisch erhaltenswerte Gebäude enthält, außerdem sei es bedeutend für den ursprünglichen Dorfcharakter Kladows. Seit 2001 gehört das Haus dem Verein, 2007 wurde nach aufwendiger Sanierung die Fertigstellung des Gebäudes gefeiert, das seither als Begegnungsstätte und Veranstaltungsort genutzt wird.

Weitere Informationsschilder sollen in Kladow folgen

Bei dem einen Schild soll es natürlich nicht bleiben. Die Gruppe hat bereits Ideen für Gebäude, an denen weitere - einheitlich gestaltete - Informationstafeln angebracht werden könnten. Mit den Eigentümern sollen im Vorfeld Gespräche geführt werden, Hausbesitzer können sich aber auch selbst an die Werkstatt Geschichte wenden, wenn ihr Gebäude in Frage kommt. Außerdem werden Spender gesucht, die die Aktion unterstützen wollen.

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