Fördermittel

Diese Spandauer Sportanlagen sollen saniert werden

Für sechs Projekte steht dem Bezirk gut eine Million Euro zur Verfügung. Schon jetzt zeigt sich aber, dass das Geld nicht reicht.

Der Sportpark Staaken steht auf der Liste der Sportanlagen in Spandau, die 2019 saniert werden. 

Der Sportpark Staaken steht auf der Liste der Sportanlagen in Spandau, die 2019 saniert werden. 

Foto: Jessica Hanack

Berlin. In die Spandauer Sportanlagen sollen in diesem Jahr rund 1,18 Millionen Euro aus dem Sportstättensanierungsprogramm fließen, um diese zu instandzusetzen. Wie Bezirksbürgermeister und Sportstadtrat Helmut Kleebank (SPD) auf eine Große Anfrage der FDP mitteilt, sollen insgesamt sechs Projekte umgesetzt werden. Allerdings heißt es in der Antwort auch: Bereits jetzt ist erkennbar, dass die Mittel für zwei der geplanten Maßnahmen nicht ausreichen werden, „so dass ein Mehrbedarfsantrag auf weitere Mittel aus dem Sportanlagensanierungsprogramm gestellt werden muss“.

Mehr Geld wird nach Einschätzung des Bezirksamt für die Sportanlage Staaken West benötigt. Bereits in der Umsetzung sind Arbeiten am Sportpark Staaken, in die mit 575.000 Euro die höchste Summe der Spandauer Projekte fließt. Schon im vergangenen Jahr wurde damit begonnen, den Standard des dortigen Sportfunktionsgebäudes zu verbessern, nun gehen die Arbeiten auch mit dem Umkleidegebäude weiter.

Am Stadion Hakenfelde, wo im vergangenen Jahr ebenfalls ein Sportfunktionsgebäude instand gesetzt wurde, geht es nun darum, die Planungen für die Sanierung der Sanitäranlagen und die energetische Sanierung des Umkleidegebäudes voranzutreiben. In die Planungsleistungen werden dieses Jahr 100.000 Euro investiert.

Zusätzlich beantragte Mittel mussten 2018 zurückgezahlt werden

Weiterhin sollen die Beleuchtungsanlagen an den Sportanlagen in Gatow und in Staaken West ausgetauscht werden. An letzterer Anlage stehen zudem weitere Arbeiten an: Für 350.000 Euro soll der Kunstrasen ausgebessert werden, außerdem soll die 2018 begonnene Sanierung der Umkleiden beendet werden.

Im vergangenen Jahr hat das Bezirksamt Spandau 1,13 Millionen Euro aus dem Sanierungsprogramm erhalten und in Sportanlagen investiert. Rund 136.000 Euro an zusätzlich beantragten Mitteln mussten allerdings an das Land zurückgezahlt werden, weil sie nicht rechtzeitig verbaut werden konnten. Von den zusätzlichen Geldern sollten eigentlich Mehrkosten bei der Kunstrasensanierung im Stadion Haselhorst sowie bei der Sanierung des Umkleidengebäudes in Staaken West finanziert werden.

Bauarbeiten in Staaken West haben sich verzögert

Als Gründe, warum die Gelder nicht bis Kassenschluss verbaut wurden, werden mehrere Probleme genannt. In Staaken West habe es wiederholt Mängel bei der Ausführung gegeben, außerdem mussten Bauarbeiten verschoben werden, weil die Vorarbeiten nicht rechtzeitig fertig wurden. „Der ursprüngliche Zeit- und Maßnahmenplan konnte daher nicht eingehalten werden“, schreibt Sportstadtrat Kleebank in seiner Antwort.

Auch 2017 hatten mehrere Bezirke, darunter Spandau, Geld aus dem Sanierungsprogramm zurückgeben müssen, insgesamt waren es damals 900.000 Euro. Als Grund wurde von verschiedenen Stellen unter anderem genannt, dass die Auftragsbücher der Baufirmen voll sind - und es entsprechend schwer sei, Handwerker zu finden, die die Sanierungsarbeiten an den Berliner Sportanlagen übernehmen.

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