Wohnungsbau

Bauarbeiten am Paulstern-Quartier schreiten voran

Der Senat hat den Bebauungsplan beschlossen. Gut 480 Wohnungen, ein Parkhaus und eine Kita entstehen auf dem Areal bis Ende 2020.

Bis Ende 2020 entsteht an der Paulsternstraße in Spandau ein neues Wohnquartier mit gut 480 Wohnungen und einer Kita.

Bis Ende 2020 entsteht an der Paulsternstraße in Spandau ein neues Wohnquartier mit gut 480 Wohnungen und einer Kita.

Foto: Nöfer Architekten

Berlin. Der Wohnungsbau in Spandau geht weiter voran. Schon bis Ende nächsten Jahres, spätestens Anfang 2021 soll das nächste Wohnquartier fertig sein: 483 Wohnungen entstehen zurzeit an der Paulsternstraße im Ortsteil Haselhorst, außerdem sind eine Kita und ein großes Parkhaus vorgesehen. In dieser Woche hat der Senat den Bebauungsplan beschlossen, nun soll der Entwurf ans Abgeordnetenhaus gehen, das den Plan ebenfalls beschließen soll.

Die Bauarbeiten auf dem Areal sind aber bereits vor einiger Zeit gestartet. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung erklärt das mit der Dringlichkeit des Wohnungsbauvorhabens. Nachdem die Planreife von der Senatsverwaltung erklärt wurde und der Bezirk Spandau im März die Baugenehmigungen erteilt hat, konnten die Arbeiten bereits beginnen, obwohl der endgültige Beschluss des Bebauungsplans noch aussteht.

Ein- bis Fünf-Zimmer-Wohnungen entstehen an der Paulsternstraße

Die Flächen, auf denen nun Ein- bis Fünf-Zimmer-Wohnungen entstehen, waren in der Vergangenheit als Reserveflächen für die Erweiterung der Siemenswerke vorgehalten worden. Als kein Bedarf mehr daran bestand, habe Siemens die Flächen 2015 mit der Option „Wohnungsbau“ verkauft, erklärt die Senatskanzlei in einer Mitteilung.

Im September 2018 zog dann die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung das Bebauungsplanverfahren an sich, wegen der gesamtstädtischen Bedeutung des Quartiers, wie es heißt.

Errichtet wird das Wohnviertel von der Kilian-Immobiliengruppe. Nach Fertigstellung wird es komplett an die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften WBM und Degewo übergeben. Es sei relativ selten, dass bei so großen Wohnungsbauprojekten nur Mietwohnungen entstehen, die dann zu 100 Prozent an die öffentliche Hand gehen und damit mit günstigen Mieten dem Markt zur Verfügung stehen, sagte Jan Lerch von der Kilian-Immobiliengruppe.

In Spandau hat es solch eine privat-öffentliche Kooperation von der Kilian-Gruppe und landeseigenen Wohnungsbauunternehmen bereits bei den inzwischen fertigen Pepitahöfen in Hakenfelde gegeben.

Höchstes Gebäude bekommt elf Stockwerke

Das Quartier an der Paulsternstraße - insgesamt 23 Gebäude mit zwischen vier und elf Stockwerken - entsteht ebenfalls nach dem Berliner Modell: 25 Prozent der Wohnungen sind entsprechend gefördert und mietpreisgebunden, 6,50 Euro pro Quadratmeter sollen Mieter dort zahlen. Die restlichen Wohnungen sollen durchschnittlich für weniger als zehn Euro pro Quadratmeter vermietet werden.

Gleichzeitig mit den Wohnungen soll auch eine Kita fertig werden, die genaue Platzzahl stehe noch nicht fest, sagte Degewo-Sprecher Paul Lichtenthäler der Berliner Morgenpost. Mindestens 40 Plätze soll es aber geben. Das oberirdische Parkhaus, das gleichzeitig die Bewohner der neuen Quartiers vor Lärm schützen soll, wird 412 Plätze haben. Anders als in der Innenstadt, so die Gedanken der Projektentwickler, würden viele Menschen in dem Gebiet noch nicht auf ein Auto verzichten wollen. Und auch Gewerbeeinheiten für die Nahversorgung sind vorgesehen.

Das gesamte Quartier, so beschreibt es die WBM, soll einen Siedlungscharakter bekommen, mit grünem Innenhof. Weil auf dem Areal selbst keine Spielflächen - außer denen für die Kita - entstehen, sei ein großer Spielplatz wenige Hundert Meter entfernt geplant, sagte Lerch. Dieser werde im Rahmen des Projekts mitgebaut.

Der Zeitplan für die Bauarbeiten an der Paulsternstraße ist in jedem Fall eng getaktet: Noch in diesem Jahr, sagte WBM-Sprecher Christoph Lang, soll in dem Quartier Richtfest gefeiert werden.

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