Berlin-Spandau

Dreckige Orte in der Altstadt per WhatsApp melden

Die Altstadt wird in den kommenden Wochen verstärkt geputzt. Wem Schmutz auffällt, kann sich an die Altstadthausmeister wenden.

In der Altstadt Spandau steht in nächster Zeit der Frühjahrsputz an.

In der Altstadt Spandau steht in nächster Zeit der Frühjahrsputz an.

Foto: David Heerde

Berlin. Die Altstadt Spandau wird in den kommenden Wochen auf die warme Jahreszeit vorbereitet . Dazu soll das historische Zentrum vom Schmutz und Dreck aus den Wintermonaten befreit werden. Graffitis, Laub und Kippen sollen entfernt, Bänke und Stromkästen gereinigt werden. Dazu ist die Reinigungsfirma, die sich bereits mit dem Team des Spandauer Altstadthausmeisters um Sauberkeit in dem Gebiet kümmert, in nächster Zeit mit zusätzlichem Personal unterwegs, teilte Sven-Uwe Dettmann, Geschäftsführer der Marketingagentur „Partner für Spandau“, mit.

Besucher wie Spandauer sind deshalb auch aufgerufen, dreckige Orte und auffälligen Schmutz im Kerngebiet der Altstadt - also dort, wo sich Gastronomie und Einzelhandel befinden - an das Team zu melden - per WhatsApp-Nachricht mit einem Foto von der verschmutzten Stelle oder mit einem Anruf unter der Nummer 0170 / 50 20 111. „Menschen, die in der Altstadt arbeiten oder Eigentümer sind, nutzen die Hotline bereits regelmäßig“, sagt Dettmann. Besucher würden das bisher weniger tun. Hier sind also durchaus noch mehr Hinweise erwünscht.

Reformationsplatz an der Nikolaikirche soll verstärkt geputzt werden

Mit dem verstärkten Putzen im Frühjahr habe man schon im vergangenen Jahr Erfolg gehabt und dafür gesorgt, dass die Altstadt sichtbar sauberer geworden sei, so Dettmann. Erforderlich sei die Aktion, weil im Winter bei geringeren Temperaturen bestimmte Arbeiten, wie das Entfernen von Graffiti, nur eingeschränkt erledigt werden können.

Einen besonderen Schwerpunkt der Reinigungsarbeiten soll in nächster Zeit das Gelände rund um die Kirche St. Nikolai bilden. „Hier kann sich angesichts des historischen Pflasters und des Baumbewuchses besonders viel altes Laub und Unrat ansammeln, gegen den jetzt vorgegangen werden muss“, erklärte Dettmann.

Er betont dabei, dass die zusätzlichen Reinigungskräfte nicht in Konkurrenz zu der Berliner Stadtreinigung stünden. Die mache einen guten Job, stoße aber an ihre Grenzen. Die Altstadthausmeister sollen sie deshalb mit ihrer Arbeit ergänzen.

Positives Fazit über bisherige Arbeit der Altstadthausmeister

Seit Oktober 2017 ist in Spandau das Team der Altstadthausmeister von Montag bis Sonnabend im Einsatz, um das Zentrum sauberer zu halten. Finanziert werden sie über eine Sonderabgabe, die das Land von den Grundeigentümern der Altstadt erhebt, was damals nicht ohne Kritik blieb. Dettmann hatte Anfang des Jahres aber eine positive Bilanz gezogen.

Mehrere Dutzend Graffitis seien bislang entfernt und die Sauberkeit - und damit Attraktivität - der Altstadt sichtbar erhöht worden. „Wir machen auch die Erfahrung, je konsequenter wir Graffitis entfernen, desto länger dauert es, bis sie wiederkommen“, berichtet Dettmann.

Als weiterhin problematisch schätzte der Geschäftsführer den Bodenbelag in dem historischen Zentrum ein. „Das gegenwärtig dominierende Altstadtpflaster ist schwer zu pflegen und an vielen Stellen lädiert, maschinell ist da oft wenig zu machen“, so Dettmann. Das gelte auch für ausgewaschene Fugen und andere Flächen, an denen das fortgeschrittene Alter seine Spuren hinterlassen habe. Hier hofft er, dass Sanierungen und Umbauarbeiten über das Förderprogramm Städtebaulicher Denkmalschutz eine Verbesserung bringen.

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