Havelmarina

In Spandaus Norden entsteht ein neues Einfamilienhausgebiet

Erste Häuser auf dem früheren Gelände des Kraftwerks Oberhavel sind schon bezogen. Auch 112 Wohnungen und Reihenhäuser sind geplant.

In Spandau entsteht zurzeit mit der "Havelmarina" ein neues Wohnquartier.

In Spandau entsteht zurzeit mit der "Havelmarina" ein neues Wohnquartier.

Foto: HELMA Wohnungsbau GmbH

Berlin.  Im Norden Spandaus kann man jetzt den Maledivenweg, den Galapagos- oder Kapverdenweg entlang laufen. Dort, auf beiden Seiten des Teufelsseekanals, entsteht zurzeit die „Havelmarina“ – ein neues Wohnquartier mit gut 170 Einfamilienhäusern, 15 Reihenhäusern und Mehrfamilienhäusern mit insgesamt 112 Wohnungen – und den genannten neuen Straßen.

Es sei das größte Einfamilienhausgebiet, das zurzeit in Berlin gebaut wird, sagt Frank Nowak, Projektentwickler beim Unternehmen Helma Wohnungsbau.

Die „Havelmarina“ befindet sich im Ortsteil Hakenfelde auf dem ehemaligen Gelände des Kraftwerks Oberhavel, das 1914 ans Stromnetz ging und 2002 den Betrieb einstellte. Wenige Jahre später wurde es abgerissen. Der Boden sei entsprechend belastet gewesen, wurde aber saniert und ausgetauscht, erklärt Nowak. Vor gut zwei Jahren begannen die Bauarbeiten auf einer Seite des Kanals. Inzwischen stehen bereits die ersten gut 50 Häuser, einige Einfamilienhäuser sind sogar schon bezogen.

Zwei Mehrfamilienhäuser mit mietpreisgebundenen Wohnungen entstehen

Am Rand des Gebiets entstehen fünfzehn Reihenhäuser, außerdem soll es zwei Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 22 Wohnungen geben, auf freiwilliger Basis seien diese mietpreisgebunden und sollen für 6,50 Euro pro Quadratmeter vermietet werden. Die Preise für Einfamilienhäuser, die individuell geplant werden und so auch tatsächlich alle verschieden aussehen, liegen zwischen 400.000 Euro und einer Million.

Der kleine Teufelsseekanal, der durch die „Havelmarina“ hindurchführt und dann in die Havel mündet, sei ein klares Alleinstellungsmerkmal des neuen Wohnquartiers, sagte Nowak. Auch an dem Kanal sind Arbeiten geplant. Zum Einen werden dort spezielle Flächen für Biber entstehen. Zum anderen sollen noch Hafenbecken ausgehoben werden, an denen Stege mit Anlegeplätzen für die angrenzenden Häuser vorgesehen sind.

Zunächst geplante Kita kommt nun doch nicht

Der Großteil der geplanten Wohnungen – Eigentumswohnungen und ein paar weitere preisgebundene Mietwohnungen – entstehen auf der anderen Seite des Kanals. Dort sind 18 Stadtvillen vorgesehen, mit je fünf Zwei- oder Drei-Zimmer-Wohnungen. Zudem soll es eine öffentliche Spielfläche geben, nahe einer Grünanlage und einer Brücke, die über den Kanal führt und eine neue Bushaltestelle, um die neuen Bewohner besser anzubinden.

Eine neue Kita für die Bewohner des Quartiers wird es allerdings nicht geben. Diese sei zunächst geplant gewesen, sogar ein Gebäude am Waldrand gibt es, das man an einen Kita-Träger übergeben wollte, so Nowak. Der Bezirk habe sich am Ende aber doch gegen die Kita entschieden – aus verschiedenen Gründen, unter anderem weil man den Bedarf nicht gesehen habe.

Während der erste Bauabschnitt bereits deutlich vorangeschritten ist, ist man auf dem gegenüberliegenden Ufer noch in der Vorbereitung der Bauarbeiten. „Dort finden gerade noch Bodensanierungen statt, die Erschließungsarbeiten beginnen im Mai“, sagt Nowak. Straßen und Leitungen, alles muss für das Wohngebiet neu gebaut werden.

Ende Mai soll dann auch der Vertrieb starten. Geplant ist, dass der komplette erste Bauabschnitt sowie große Teile des zweiten Bauabschnitts bis zum Jahr 2020, spätestens 2021, fertig sind.

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