Spandau

Siemensstadt ist jetzt Berliner Zukunftsort

Zukunftstechnologien: Der Spandauer Siemens-Standort mit dem geplanten Innovationscampus gehört nun zu elf Zukunftsorten in der Stadt.

Die Siemensstadt mit dem Siemens-Standort und geplanten Campus ist jetzt Berliner Zukunftsort.

Die Siemensstadt mit dem Siemens-Standort und geplanten Campus ist jetzt Berliner Zukunftsort.

Foto: Massimo Rodari

Berlin. Die Siemensstadt in Spandau zählt seit dieser Woche zu den Berliner Zukunftsorten. Unter dieser Bezeichnung werden in der Hauptstadt Standorte erfasst, an denen Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung eng verknüpft sind und die so dazu beitragen sollen, Berlin als Ort für Zukunftstechnologien zu stärken.

Die Siemensstadt 2.0 mit dem geplanten Siemens-Innovationscampus ist der elfte Zukunftsort in Berlin und steht damit nun auf einer Liste mit dem Wissenschafts- und Technologiepark Adlershof, dem Biotech-Campus Berlin-Buch und dem Flughafen Tegel – einerseits als Urban-Tech-Standort, andererseits als Standort für die Kreativwirtschaft. „An elf Zukunftsorten in der Hauptstadt soll Innovation und Gründergeist exemplarisch sichtbar werden“, so Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD). Siemens gehöre – wie auch vor gut 100 Jahren, als der Ortsteil Siemensstadt mit Tausenden Arbeitsplätzen und Wohnungen entstand – dazu.

Berlins Chancen im internationalen Wettbewerb verbessern

Gesteuert wird die Initiative von der Senatsverwaltung für Wirtschaft mit dem Ziel, die Stärken der Zukunftsorte zu bündeln, sie untereinander zu vernetzen und mit einer gemeinsamen Marke sichtbar zu machen. Von dieser Vermarktungsstrategie verspricht man sich auch, dass Berlin als Wirtschaftsstandort im nationalen wie internationalen Wettbewerb bessere Chancen hat.

So sollen etwa Fachkräfte gewonnen werden, aber auch Technologieunternehmen nach Berlin geholt werden. Als Teil des Plans für die Zukunftsorte nennt die Senatsverwaltung deshalb auch den Punkt, dass die Erschließung der Gebiete verbessert werden soll. In der Siemensstadt gehört dazu, dass wieder S-Bahnen auf der stillgelegten Siemensbahn fahren sollen.

Dass der Siemens-Standort nun zum Zukunftsort erklärt wurde, hängt vor allem mit den Planungen für die kommenden Jahre zusammen. „Gemeinsam mit Siemens wollen wir an diesem traditionsreichen Standort Zukunft gestalten“, so Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne). Bis 2030 will Siemens in der Siemensstadt bis zu 600 Millionen Euro in einen Innovationscampus investieren.

Siemens will Technologie mit Wohnen verknüpfen

Auf dem Firmengelände sollen neben Büros, Hotels, Labors und Räumen für Start-ups auch knapp 3000 neue Wohnungen entstehen. „Dort, wo vor mehr als 100 Jahren das Leben, Wohnen und Arbeiten vereint wurde, soll nun ein lebenswerter, offener Kiez der Zukunft entstehen“, erklärt Cedrik Neike, Vorstandsmitglied von Siemens. „Hier möchten wir die Entwicklung und Produktion von Innovationstechnologien mit einem neuartigen Wohnquartier verknüpfen.“

Der Baubeginn in der Siemensstadt ist frühestens für 2021 vorgesehen. Bis Ende 2019 soll aber bereits der städtebauliche Wettbewerb abgeschlossen sein, dann soll ein konkretes Konzept für den Campus stehen.

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