Wachschutz

Spandauer Traven-Schule behält Sicherheitsdienst

Mindestens bis Ostern soll der Wachschutz bleiben. Der Bezirksbürgermeister und der Schulleiter sind damit zufrieden.

Die B.- Traven-Gemeinschaftsschule ist die einzige Schule in Spandau mit Wachschutz.

Die B.- Traven-Gemeinschaftsschule ist die einzige Schule in Spandau mit Wachschutz.

Foto: jörg Krauthöfer

Berlin. Die Spandauer B.-Traven-Gemeinschaftsschule wird auch künftig weiter von einem Wachdienst gesichert. Wie Bezirksbürgermeister und Schulstadtrat Helmut Kleebank (SPD) der Berliner Morgenpost sagte, soll der Sicherheitsdienst noch bis mindestens zu den Osterferien bleiben. Während der Winterferien sei die Entscheidung getroffen worden, den Wachschutz fortzusetzen. „Der Sicherheitsdienst hat für Ruhe gesorgt, nach innen wie nach außen“, sagte Kleebank. „Alle wissen, dass sie unter Beobachtung stehen.“

Die Gemeinschaftsschule im Ortsteil Falkenhagener Feld ist derzeit die einzige Spandauer Schule, an der ein Wachschutz tätig ist. Eingeführt wurde er Ende April 2018. Zur Begründung hieß es, dass es in den vergangenen Monaten mehrere Vorfälle mit schulfremden Jugendlichen und jungen Erwachsenen gegeben habe, die auf das Schulgelände kamen. Unter anderem hatten damals zwei Jugendliche die Schule betreten und dort missbräuchlich einen Feueralarm ausgelöst, sodass alle Schüler und Lehrer die Klassenräume verlassen mussten. Anschließend hatten sie den Schulleiter, der die Jugendlichen aufforderte, das Gelände zu verlassen, beleidigt und geschubst. „Ich bin froh, dass wir gleich durchgegriffen haben“, sagte Kleebank. „Und die Schule war froh, dass wir das unkompliziert möglich gemacht haben.“

Auch Schulleiter Arno de Vries zeigte sich zufrieden mit dem Wachschutz. Die Mitarbeiter kontrollieren unter anderem am Morgen die Schulausweise und passen bei Schulschluss auf, dass fremde Personen nicht auf das Gelände kommen. „Es gab keine weiteren Vorfälle mehr“, sagte de Vries. Dass ein Sicherheitsdienst anwesend ist, habe sich herumgesprochen und zu einer „sehr großen Beruhigung“ geführt.

Wachdienst ist bei Lehrern und Schülern anerkannt

De Vries betonte, dass der Sicherheitsdienst unter Schülern, Eltern und Lehrern eine große Akzeptanz habe. Die Einführung des Wachschutzes sei mit der Gesamtelternvertretung und Schülervertretern besprochen worden. Anfangs sei es eine Umstellung für die Jugendlichen gewesen, etwa immer die Schülerausweise dabeizuhaben, so de Vries. „Aber inzwischen ist der Sicherheitsdienst anerkannt“, sagte der Schulleiter. Konflikte zwischen Schülern und Wachschutzmitarbeitern habe es während der Zeit keine gegeben.

Allerdings, das betonen der Schulleiter wie auch der Bezirksbürgermeister, soll der Wachdienst keine Dauerlösung sein. Geplant ist laut de Vries, dass der Sicherheitsdienst nur noch so lange bleibt, bis die baulichen Arbeiten abgeschlossen sind, die zu mehr Sicherheit an der Schule führen sollen. Unter anderem soll es eine neue Klingelanlage mit Videoüberwachung geben, zudem werden die Tore und der Zaun um etwa 50 Zentimeter erhöht, sodass diese schwerer von Fremden überstiegen werden können. Ein Großteil der Veränderungen sei bereits umgesetzt, sagte de Vries. „Die letzten Zaunarbeiten werden jetzt gemacht.“

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