Verkehrssicherheit

Kreuzung in Spandau wird nach Unfall umgestaltet

Im Juni wurde an der Nauener Straße Ecke Brunsbütteler Damm ein Kind von einem Lkw erfasst. Nun soll die Kreuzung sicherer werden.

An der Kreuzung Nauener Straße/Brunsbütteler Damm kam ein acht Jahre altes Kind ums Leben, weil ein Lastwagen es überrollte.

An der Kreuzung Nauener Straße/Brunsbütteler Damm kam ein acht Jahre altes Kind ums Leben, weil ein Lastwagen es überrollte.

Foto: Paul Zinken / dpa

Spandau. Nachdem im Juni ein acht Jahre alter Radfahrer bei einem Unfall an der Kreuzung Brunsbütteler Damm und Nauener Straße in Spandau gestorben war, soll der Bereich im kommenden Jahr umgestaltet werden. Ein abbiegender Lkw hatte den Jungen damals erfasst. „Der tödliche Unfall vom Juni war Anlass für die Sicherheitsuntersuchung am Ort“, sagte Jan Thomsen, Sprecher der Senatsverkehrsverwaltung, auf Nachfrage der Berliner Morgenpost. Dabei sollte geprüft werden, ob und wie der Kreuzungsbereich sicherer gemacht werden kann. Beteiligt waren die Verkehrslenkung Berlin sowie Vertreter der Polizei und des Bezirksamtes.

Bei der Untersuchung habe sich gezeigt, dass die Kreuzung bauliche Mängel habe, so Thomsen. Die Nauener Straße verläuft durch eine Unterführung, bevor sie in den Brunsbütteler Damm einmündet. Für Radfahrer gibt es dort eine Nebenfahrbahn, die erhöht und durch ein Geländer von der Nauener Straße abgegrenzt ist. Zwar sei der Fahrradweg rot unterlegt, dennoch liege eine Gefahrensituation vor, so Thomsen. Für den abbiegenden Verkehr seien die Radfahrer erst spät erkennbar. Das könnte auch eine Ursache für den tödlichen Unfall gewesen sein.

Umbau soll auch Radfahrern nutzen

Damit die Radfahrer künftig besser und früher gesehen werden, soll ihre Haltelinie einige Meter nach vorne, unmittelbar an den Brunsbütteler Damm verlegt werden. Außerdem ist geplant, ein gelbes Blinklicht anzubringen, das zusätzlich auf den Radverkehr aufmerksam macht. Dafür müssten ein Ampelmast versetzt, Kabel gezogen und verlegt, das Blinklicht installiert sowie die Ampelanlage umprogrammiert werden, sagte Thomsen. Außerdem seien Tiefbauarbeiten notwendig. Die Kosten für die Umgestaltung werden derzeit auf 44.000 Euro geschätzt. Die Umsetzung ist für Mitte 2019 geplant.

Der verstorbene Radfahrer war damals beim Überqueren des Brunsbütteler Damms unter einen Lkw geraten, der von der Nauener Straße nach rechts abbiegen wollte. Der Achtjährige war dabei so schwer verletzt worden, dass er noch am Unfallort gestorben war.

Mehr zum Thema:

Lösungen gegen den Verkehrskollaps in Spandau gesucht

"Das Neue Gartenfeld": Abgehängt auf der Insel

Häufige Fahrausfälle: Wenn der Bus wieder zu spät kommt

© Berliner Morgenpost 2018 – Alle Rechte vorbehalten.