Auszeichnung

Das sind die neuen Träger der Spandauer Ehrennadel

Am Dienstagabend wurde die höchste Bezirksauszeichnung verliehen. Sie geht an Menschen, die sich besonders in Spandau engagieren.

V.l.n.r.: Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank (SPD), Spandauer Ehrennadel-Träger Peter Krüger, Elke Beuke, Meta Kemmerich, Peter Wilfert, Thilo-Harry Wollenschlaeger und BVV-Vorsteherin Gaby Schiller (SPD)

V.l.n.r.: Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank (SPD), Spandauer Ehrennadel-Träger Peter Krüger, Elke Beuke, Meta Kemmerich, Peter Wilfert, Thilo-Harry Wollenschlaeger und BVV-Vorsteherin Gaby Schiller (SPD)

Foto: Jessica Hanack

Berlin. Es ist die höchste Bezirksauszeichnung, die in Spandau verliehen wird: die Spandauer Ehrennadel. Sie geht an Menschen, die sich besonders für den Bezirk einsetzen und sich dort ehrenamtlich engagieren. Verliehen wird die Ehrennadel von Bezirksamt und Bezirksverordnetenversammlung seit dem Jahr 2001. Seither sind 75 Personen geehrt worden. Am Dienstagabend sind fünf weitere Träger hinzugekommen.

Das Votum, wer in dieses Mal ausgezeichnet werden soll, sei wie in den Vorjahren einvernehmlich ausgefallen, sagte Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank (SPD) bei der Ehrung. "Die Auswahl soll inspirierend sein für alle, die überlegen, sich ehrenamtlich zu engagieren." Gerade in Zeiten von Anonymisierung und Entmenschlichung sei soziales Engagement wichtig - wie es auch die neuen Träger der Ehrennadel zeigen. Hier sind die fünf Geehrten im Überblick:

Elke Beuke: Die 67-Jährige engagiert sich seit 36 Jahren für den Sozialverband Deutschland, der die Interessen von Rentnern, Patienten, pflegebedürftigen und behinderten Menschen vertritt. In dem Verband hat sie verschiedene Positionen besetzt, unter anderem als Beisitzerin im Landesverband. Seit 2010 ist Beuke Vorsitzende des Ortsverbands Spandau Mitte mit Haselhorst und Siemensstadt. "Sie ist immer nah am Mensch, ist Helferlein, Beistand und eine Institution", heißt es in der Laudatio, die Benjamin Schneider vom Bezirksamt hält. Sie lebe nach dem Motto: Hilfe ist wichtig und ich frage nicht, was ich dafür bekomme. Ich mache es einfach.

Träger engagieren sich für Kinder, Kleingärten oder die Gartenstadt Staaken

Meta Kemmerich: Die gebürtige Rheinländerin ist ausgebildete Heilpädagogin und arbeitete früher als Tagesmutter. Inzwischen engagiert sie sich aber seit 30 Jahren als Pflegemutter. Sie nehme Kinder aus zerrütteten Familien, Säuglinge und Kinder mit Lernbehinderung oder spastischen Lähmungen auf, heißt es in der Laudatio. Darüber hinaus ist die 61-Jährige seit zehn Jahren Mitglied im Bezirkselternausschuss, seit 25 Jahren Elternvertreterin an diversen Schulen und erste Vorsitzende des Fördervereins der Schule am Gartenfeld. Außerdem hat Kemmerich 2004 den Aktivverbund gegründet, einen Verein, der sich für die Rechte von Pflegeeltern einsetzt.

Peter Krüger: Der Spandauer hat seine Freizeit den Kleingärten und der Natur gewidmet. Er engagiert sich im Bezirksverband Spandau für Kleingärtner, leitete zeitweise den Förderverein für das Kleingartenwesen. 2002 war er eines von 13 Gründungsmitgliedern des Fördervereins für die Gartenarbeitsschule Hakenfelde und ist bis heute dessen Vorsitzender. Der Verein hat das Ziel, Bildung und Erziehung an der Gartenarbeitsschule zu fördern, etwa das schulische Angebot zu verbessern. Außerdem setzt er sich für den Natur- und Umweltschutz ein. Insgesamt 39 Jahre, wird in der Laudatio erzählt, habe sich Krüger bislang ehrenamtlich für Kleingärten und Kolonien engagiert.

Peter Wilfert: Der gebürtige Spandauer lebe nach dem Motto "Miteinander - füreinander", wird in der Laudatio betont. Er kümmert sich besonders um sein Viertel, die Gartenstadt Staaken. Seit 1950 ist er dort im Unterstützungsverein aktiv, wird 1994 außerdem zum Mitglied im Aufsichtsrat der Genossenschaft der Gartenstadt gewählt. "Er ist Vorbild für Gemeinschaft und Zusammenhalt, ist für jede Veranstaltung Initiator oder Wegbereiter", sagt Benjamin Schneider in der Lobrede. Besonders zu nennen ist dabei das große Kinderfest mit Umzug, bei dem Wilfert schon als Kind selbst mitgelaufen ist. Heute übernimmt er dessen Planung.

Thilo-Harry Wollenschlaeger: Der 52-Jährige ist in Spandau als Organisator des "Spandauer Weihnachtstraums" auf dem Rathausvorplatz bekannt. In diesem Jahr kommt eine Weihnachtskirmes auf dem alten Postgelände hinzu. Daneben engagiert er sich aber auch für verschiedene soziale Initiativen. Er spendet für "Weihnachten für alle", organisierte Feste für die mehr als Tausend ehrenamtlichen Schülerlotsen und gibt Weihnachtsbäume gegen eine geringe Spende an Menschen weiter, die sich eine Tanne selbst nicht leisten können. Die Spenden gehen dann - aufgerundet - an Spandauer Einrichtungen wie Kinderheime oder Kitas. Außerdem setzt er sich für den Beruf als Schausteller ein und betreut etwa eine Kulturstiftung, die sich damit befasst.

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