Leserforum

Wohin steuert Spandau? Diskutieren Sie mit!

Beim Leserforum „Morgenpost vor Ort“ am 22. November wird über Probleme und Perspektiven des Bezirks diskutiert.

Die Altstadt Spandau am Abend. Sie gilt als das Herz des Bezirks.

Die Altstadt Spandau am Abend. Sie gilt als das Herz des Bezirks.

Foto: dpa Picture-Alliance / Thomas Robbin / picture alliance / imageBROKER

Berlin. Spandau ist ein ganz besonderer Bezirk und durchaus auf seine Eigenständigkeit bedacht. Er weist viele Facetten und sehr unterschiedliche Lebenswelten auf, die soziale Spanne reicht von den gutbürgerlichen und vielfach noch dörflich geprägten Einfamilienhausgebieten in Kladow und Gatow bis zu den Sozialbauquartieren im Falkenhagener Feld und entlang der Heerstraße. Spandau boomt aber auch. Große Neubaugebiete werden geplant, und Siemens hat beschlossen, in der Siemensstadt für 600 Millionen Euro einen Innovationscampus zu entwickeln.

Gründe genug also, sich mit diesem wichtigen und interessanten Teil Berlins in einem öffentlichen Forum zu beschäftigen. Die Berliner Morgenpost bietet ihren Lesern die Möglichkeit, sich am Donnerstag, 22. November, aus erster Hand über die Entwicklung Spandaus zu informieren und mit unseren Experten zu diskutieren, wie der Bezirk lebens- und liebenswert bleiben kann.

Unser nächstes Leserforum in der Reihe „Morgenpost vor Ort“ trägt den Titel „Spandau – Probleme und Perspektiven eines Bezirks“. Es beginnt um 19 Uhr in der Aula des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums an der Galenstraße und dauert etwa zwei Stunden. Das Podium ist wieder sehr gut besetzt. Es diskutieren: Spandaus Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank (SPD); Sven-Uwe Dettmann (Geschäftsführer Partner für Spandau) von der Altstadtvertretung; Jens Wieseke, stellvertretender Vorsitzender und Sprecher des Fahrgastverbandes Igeb; Jessica Hanack, Spandau-Reporterin der Berliner Morgenpost, sowie Polizeioberrat Dirk Gleske. Moderator des Leserforums ist Hajo Schumacher, Publizist und Kolumnist der Morgenpost. Nach der etwa 70 Minuten langen Podiumsdiskussion können die Gäste im Publikum Fragen stellen und mitdebattieren. Die Teilnahme ist kostenlos, Sie müssen sich allerdings zuvor in unserer Redaktion anmelden. Wie das geht, lesen Sie im Infotext unten.

Themen des Leserforums sind die Zukunft des Bezirks, insbesondere in den Bereichen Stadtentwicklung, Infrastruktur und Wirtschaft sowie die Lage der Altstadt. Zudem wollen wir über Mobilität sprechen, vor allem über Pläne zum Ausbau des Bahnverkehrs und die Herausforderungen, die durch Berufspendler entstehen. Viertes Thema ist die Sicherheit in Spandau. Gibt es Kriminalitätsschwerpunkte oder neue Einbruchsserien?

Große Bauprojekte werden Spandau stark verändern

Spandau wächst, seit 2008 sind rund 25.000 Einwohner hinzugekommen. Nach Kladow und Gatow zieht es besonders Familien. In andere Ortsteile sind aber auch viele Menschen gezogen, weil sie sich die Mieten in der Innenstadt nicht mehr leisten konnten. In einigen Vierteln, etwa nördlich der Heerstraße, aber auch in der Neustadt, hat sich so die soziale Situation verschärft. Quartiersmanagements wurden eingerichtet, um für Stabilität zu sorgen. Andererseits entwickelt sich der Bezirk zu einem Hotspot für Wohnungsbauprojekte: Die Pepitahöfe mit gut 1000 Wohnungen sind so gut wie fertig, auf der anderen Seite der Havel entsteht das Quartier „Waterkant Berlin“ mit rund 2500 Wohnungen. Auf der Insel Gartenfeld werden rund 3700 Wohnungen gebaut, am Saatwinkler Damm knapp 800 Wohnungen. Und auf dem Siemens-Campus sind circa 3000 Wohnungen vorgesehen. Die Projekte werden den Bezirk verändern und sorgen für Herausforderungen in der Infrastruktur. Spandau stehen spannende Jahre bevor. Also: Kommen Sie zum Leserforum!

Diese Experten sitzen auf dem Podium

Helmut Kleebank (53, SPD) ist seit sieben Jahren Bezirksbürgermeister von Spandau und im Bezirksamt auch zuständig für Personal, Finanzen, Schule und Sport. Er wuchs im Ortsteil Falkenhagener Feld auf. Nach Abitur und Ausbildung zum Krankenpfleger studierte er Mathematik und Physik auf Lehramt. Kleebank war bis 2011 Leiter der Heinrich-Böll-Oberschule in Hakenfelde.

Sven-Uwe Dettmann (52) ist seit 2002 Geschäftsführer der Bezirksmarketing-Gesellschaft Partner für Spandau und Mitglied der Altstadtvertretung. Der Diplom-Kaufmann ist in Spandau geboren und aufgewachsen, wohnt in Staaken. Vor seinem Betriebswirtschaftsstudium volontierte er beim „Spandauer Volksblatt“.

Jessica Hanack (24) ist gebürtige Spandauerin und bei der Berliner Morgenpost als Reporterin für den Bezirk zuständig. Bevor sie im Juni zur Morgenpost kam, hat sie bei der „Mitteldeutschen Zeitung“ in Halle (Saale) volontiert und als Redakteurin gearbeitet. Zuvor studierte sie Journalistik in Magdeburg.

Jens Wieseke (54) ist seit 2004 stellvertretender Vorsitzender des Berliner Fahrgastverbandes Igeb. Als Sprecher des Verbandes gilt er als kritische Stimme für Hunderttausende Bahn- und Busfahrgäste. Der gebürtige Köpenicker arbeitet bei der Deutschen Post, dort hat er auch eine Lehre absolviert und studiert.

Hajo Schumacher (54), Morgenpost-Autor und -Kolumnist, moderiert die Diskussionsrunde. Der studierte Journalist und Politikwissenschaftler, in Münster geboren, arbeitet auch für Magazine, Hörfunk, Online und TV. Er ist zudem Verfasser etlicher Bücher („Restlaufzeit“, „Männerspagat“, „Bewegt euch!“).

Dirk Gleske, Polizeioberrat, nimmt ebenfalls an der Podiumsdiskussion teil. Er arbeitet im Polizeiabschnitt 21. Dieser umfasst den zentralen Teil des Bezirks mit den Ortsteilen Falkenhagener Feld, Hakenfelde, Neustadt, die Altstadt Spandau und Ruhleben.

So können Sie am Leserforum teilnehmen

Das Leserforum „Morgenpost vor Ort“ zum Thema „Spandau – Probleme und Perspektiven eines Bezirks“ beginnt am Donnerstag, 22. November, um 19 Uhr in der Aula des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums, Galenstraße 40–44. Es dauert zwei Stunden. Die Teilnahme ist für unsere Leser kostenlos.

Voraussetzung zur Teilnahme ist eine Anmeldung in unserer Redaktion unter dem Kennwort „Morgenpost vor Ort“. Das geht ganz einfach per E-Mail an aktionen@morgenpost.de, per Fax an die Nummer 030/8872 77967 oder per Postkarte/Brief an die Berliner Morgenpost, Redaktion Lokales, Kurfürstendamm 21, 10719 Berlin. Teilen Sie uns bitte mit, wie viele Plätze Sie benötigen. Abonnenten der Berliner Morgenpost können gern ihre Abonummer dazuschreiben, sie werden bei der Platzvergabe bevorzugt berücksichtigt. Die Anmeldungen werden nach Eingang bearbeitet und müssen spätestens bis Mittwoch, 21. November, 12 Uhr, in der Redaktion vorliegen.

Das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium ist sehr gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Der S-Bahnhof Spandau sowie die U-Bahnhöfe Rathaus Spandau und Altstadt Spandau sind nur wenige Gehminuten entfernt. Noch näher liegt die Bushaltestelle Altstädter Ring/Moritzstraße, dort halten die BVG-Busse der Linien M37, M45, 134, 136, 137 und 337. Parkplätze gibt es im begrenzten Umfang in den umliegenden Straßen sowie im Parkhaus am Altstädter Ring.