Start-Ups

Bezirksstadtrat will Google-Campus nach Spandau holen

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Bezirksstadtrat Frank Bewig würde den Google-Campus gerne nach Spandau holen.

Bezirksstadtrat Frank Bewig würde den Google-Campus gerne nach Spandau holen.

Foto: Christoph Dernbach / dpa

Der CDU-Politiker Frank Bewig schrieb an den Google-Deutschlandchef. Für den Campus schlägt er konkrete Standorte im Bezirk vor.

Berlin. Nachdem der Google-Campus nun doch nicht in Kreuzberg entsteht, hat Spandaus Bezirksstadtrat Frank Bewig (CDU) reagiert - und dem Google-Deutschland-Chef Philipp Justus angeboten, den Campus für Start-Up-Unternehmen doch in Spandau zu eröffnen. In einem Brief wirbt Bewig für den Bezirk. Er schreibt von Wohnungsbauprojekten, den Grünflächen und der Wasserlage, aber auch von den Konzernen Siemens und BMW, die Spandau zu einem "bedeutenden Wirtschaftsstandort in der Hauptstadt" machen würden. "Ich finde, wir sind ein Bezirk, der sich freut, wenn Unternehmen sich hier ansiedeln", sagt er.

Außerdem schlägt der Stadtrat bereits zwei konkrete mögliche Standorte vor: zum einen das ehemalige Postgelände im Zentrum, in dem zurzeit bei dem Projekt "Spandauer Ufer" Wohnungen, aber auch Büro- und Gewerbeeinheiten entstehen. Mit den Investoren habe er im Vorfeld des Briefs gesprochen, sagt Bewig, diese könnten sich das tatsächlich vorstellen.

Zweiter Vorschlag: die alte Geschützgießerei am Zusammenfluss von Spree und Havel, auch dort sind Büroflächen geplant. "Die Innenstadt wird voller und teurer", sagt der Stadtrat. In Spandau würden die Mieten zwar auch steigen, "aber wir haben hier den Vorteil für Start-Ups, dass es trotzdem noch deutlich preiswerter ist".

Gründerzentren sollen junge Menschen in den Bezirk ziehen

Der Google-Campus wäre dabei nicht der erste Ort für Start-Ups im Bezirk: In der Siemensstadt gibt es bereits den "Startup Incubator", das Gründungszentrum der Hochschule für Wirtschaft und Recht. Bewig sieht dabei natürlich nicht nur die Vorzüge, die Spandau für junge Unternehmen bieten könnte, sondern umgekehrt auch den Profit für den Bezirk. "Der Google-Campus könnte positiv zu dem beitragen, was wir uns wünschen: jüngere Leute nach Spandau zu holen, die ein urbanes Leben in einem Außenbezirk führen wollen", sagt Bewig.

Er ist derweil nicht der einzige, der den Google-Campus in Spandau begrüßen würde: Auch die Junge Union hat einen Brief verfasst und darin für den Standort Spandau geworben. "Das Gebiet rund um die Altstadt wird sich in den nächsten Jahren stark verändern – und Sie können ein Teil davon sein", werben sie in dem Brief. Ob Google auf die Nachrichten aus Spandau reagiert, wird sich zeigen.

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