Sanierungen

Schulen sollen besser über Bauarbeiten informiert werden

Im Bezirksamt soll ein neues Kommunikationsteam gegründet werden. Die CDU-Fraktion setzt sich außerdem für ein Online-System ein.

Die Kommunikation zwischen Bezirk und Schulen soll in Bezug auf Bauarbeiten besser werden. Dazu gibt es verschiedene Ideen

Die Kommunikation zwischen Bezirk und Schulen soll in Bezug auf Bauarbeiten besser werden. Dazu gibt es verschiedene Ideen

Foto: Anikka Bauer

Berlin. Spandau will die Kommunikation zwischen dem Bezirksamt und den Schulen verbessern, wenn es um die Sanierungen an den Gebäuden geht. Dazu soll im Schulamt ein neues Team eingerichtet werden, das die Schulen über Planungen und die jeweils anstehenden Bauarbeiten informiert. Die Mitarbeiter würden eng mit dem Hochbauamt zusammenarbeiten, erklärt Helmut Kleebank, Bezirksbürgermeister und zuständiger Schulstadtrat (SPD). "Sie holen die Informationen ein und berichten dann der Schule, wie der Stand ist." Dabei soll das Team die Schulen während des gesamten Prozesses auf dem Laufenden halten.

Die Zahl der Mitarbeiter, die sich um die Kommunikation und Bedarfsplanung der Schulen kümmern, soll in den kommenden Monaten deutlich erhöht werden. Derzeit gibt es in dem Bereich 2,5 Stellen, bis Jahresende sollen es fünf sein. "Im Frühjahr dürfte das Team komplett sein", sagt Kleebank. Bis dahin soll die Zahl der Stellen auf zehn steigen. Derweil hat der sukzessive Aufbau der Arbeit bereits begonnen. Schon jetzt stünden die Mitarbeiter mit den Schulen in Kontakt, sagt der Bezirksbürgermeister.

Zuletzt gab es Kritik an der Kommunikation des Bezirksamts. "Ich höre immer wieder von Schulen, die sagen, wir fühlen uns nicht mitgenommen, wir erfahren erst am Tag selbst, dass eine Baumaßnahme stattfindet", berichtet Thorsten Schatz, stellvertretender Vorsitzender der Spandauer CDU-Fraktion. Wenn das Bezirksamt dagegen sage, es sei bereits früher informiert worden, "dann ist doch klar, dass irgendwie die Kommunikation gestört ist." Die Fraktion hat daher in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) kürzlich einen Dringlichkeitsantrag eingebracht. Demnach solle das Bezirksamt den Spandauer Schulen einen Online-Zugang zum Mängelmeldesystem ermöglichen.

Zugang zum Mängelmeldesystem soll für mehr Transparenz sorgen

Genau das gebe es bereits im Bezirk Mitte, sagt Schatz. Die CDU-Fraktion verspricht sich davon mehr Transparenz. Derzeit laufe es in Spandau so, dass die Schulen ihre Mängel per E-Mail oder Telefon dem Bezirk melden, aber nur selten zurückgemeldet bekämen, wie es damit weitergeht. "Wir müssen ganz viel dafür tun, dass das besser wird", sagt Schatz. Mithilfe eines Zugangs zu dem Mängelmeldesystem sollen die Schulen dann genau nachvollziehen können, wie der Status bei der Behebung des Problems ist und bei wem die Zuständigkeit liegt.

"Wir werden uns das einmal ansehen", sichert Bürgermeister Kleebank zu. Allerdings müssten im Vorfeld die Kosten und der damit verbundene Arbeitsaufwand geprüft werden. Wenn der Bezirk Mitte gute Erfahrungen gemacht hat, könnte man darüber nachdenken, das System für Spandau zu übernehmen. Auch die Bezirksverordneten werden sich noch einmal mit dem Thema beschäftigen. Die Mehrheit entschied in der kürzlichen Sitzung, den Antrag der CDU in einer gemeinsamen Sondersitzung der Ausschüsse für Hochbau, Schule und Haushalt ausführlich zu besprechen.

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