Staaken

AWB Aluminiumwerk investiert Millionen in Spandauer Standort

Vier neue Produktionshallen wurden eingeweiht. Außerdem wird die Technik modernisiert. Künftig soll auch ein Roboter verwendet werden.

Reiner Bachnick, László Kálmán, Florian Bachnick und Necmi Konar vom Aluminiumwerk Berlin zeigen die neuen Produktionshallen in Spandau. Sieben Millionen werden in den Standort investiert

Reiner Bachnick, László Kálmán, Florian Bachnick und Necmi Konar vom Aluminiumwerk Berlin zeigen die neuen Produktionshallen in Spandau. Sieben Millionen werden in den Standort investiert

Foto: Jessica Hanack / BM

Berlin. Die Arbeit des Aluminiumwerks Berlin ist für jemanden, der nicht aus der Branche kommt, nicht ganz leicht zu verstehen. Es werden Stangen gepresst und Präzisionsprofile gefertigt, bearbeitet und veredelt. Fest steht: In dem Unternehmen - der Name lässt es erahnen - wird eine Menge Aluminium verarbeitet. Täglich kommen fünf voll beladene Lkw mit Vormaterial, täglich werden fünf voll beladene Lkw mit Profilen ausgeliefert, berichtet Geschäftsleiter Florian Bachnick. Das Umsatzvolumen liegt bei jährlich 50 Millionen Euro.

Genutzt werden die gefertigten Profile etwa für Fenster oder Glasfassaden. Mal als wenige Zentimeter große Teile, mal als sechs Meter lange Stangen. Und es wird wohl noch mehr werden, was künftig in dem Aluminiumwerk entsteht. Denn das Unternehmen hat sich gerade vergrößert und in vier neue Fertigungshallen investiert. "In dem Neubau können wir die Materialflüsse optimieren", erklärt Bachnick. So werde die Kapazität um 20 Prozent erhöht. Das macht jährlich mehrere Tonnen.

In das neue Produktionsgelände in Staaken samt neuer Technik investiert das Unternehmen mehr als zehn Millionen Euro. Jetzt wurden die Hallen eingeweiht, nach rund sechs Monaten Bauzeit. In den kommenden Wochen und Monaten erfolgt nun sukzessive der Umzug. Bis Anfang Januar soll die Produktion vollständig an den neuen Standort verlagert sein.

Die Umzugsstrecke ist dabei für das Unternehmen eine kurze: Das neue, landeseigene Grundstück grenzt an das alte, ist aber größer und die Hallen sind genau auf die Bedürfnisse des Werks zugeschnitten. Innerbetriebliche Transporte von einer Halle zur anderen, erklärt Florian Bachnick, fallen nun weg. Alle Bereiche grenzen fortan aneinander.

Mitarbeiterzahlen seit Unternehmensgründung mehr als verdoppelt

Mit dem Standort soll die Grundlage für weiteres Wachstum geschaffen werden. Seit seiner Gründung vor 13 Jahren hat sich das Unternehmen bereits stark entwickelt. Angefangen, sagt Prokurist Reiner Bachnick, habe man mit 50 Mitarbeitern. Als dann die Anlagentechnik erweitert wurde, hätten sich auch die Mitarbeiterzahlen beinahe verdoppelt. Heute sind 120 Angestellte bei dem Aluminiumwerk beschäftigt. Durch die Investitionen soll die Zahl noch einmal um rund zehn Prozent steigen. Trotz eines Roboters, der ebenfalls als Neuerung künftig zum Einsatz kommen soll.

"Das ist ein klassischer Roboterarm mit zwei Greifhänden", sagt Florian Bachnick. Dieser soll künftig das Beladen einer Maschine übernehmen. Daneben wird ein neues IT-System installiert und sämtliche Prozesse sollen fortan mithilfe von Barcodes überwacht werden. "Dadurch kann ich von überall sehen, wo sich welche Produkte befinden", erklärt der Geschäftsleiter. Das erleichtere auch die Arbeit beim Ausliefern, weil man auf einen Blick erkennen könne, welche Artikel sich im Lager befinden. Ziel sei es, am Ende eine "gläserne Fabrik" zu erschaffen.

Für die Spandauer Wirtschaftsförderung ist der Tag der Einweihung von den neuen Fertigungshallen ein guter: Mit der Investition festige das Unternehmen seinen Standort im Bezirk und sichere gleichzeitig Arbeitsplätze.

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