Wohnungsbau

Grundstein für die Berliner Waterkant in Spandau gelegt

Neue Wohnungen um das Gebiet in der Wasserstadt Oberhavel: Am Mittwoch wurde der Grundstein für das erste Teilprojekt gelegt.

Grundsteinlegung für 2500 neue Wohnungen in Spandau

Grundsteinlegung für 2500 neue Wohnungen in Spandau

Foto: Jessica Hanack

Berlin. Es ist zurzeit einer der größten Schwerpunkte für Wohnungsbau in der Stadt: das Gebiet in der Wasserstadt Oberhavel in Spandau. In verschiedenen Projekten von privaten wie kommunalen Investoren sollen hier in den kommenden Jahren insgesamt mehr als 7500 Wohnungen entstehen. Die beiden landeseigenen Wohnungsgesellschaften Gewobag und WBM bauen hier bis circa 2025 ein Quartier mit rund 2500 neuen Wohnungen. Nachdem die Bauarbeiten im Juli begonnen haben, wurde am Mittwoch nun der Grundstein für das erste Teilprojekt gelegt und der Name des neuen Quartiers präsentiert: Waterkant Berlin.

Es brauchte einen langen Anlauf, bis nun tatsächlich in dem Gebiet gebaut wird. Schon in den 90er-Jahren wurde die Wasserstadt Oberhavel zum städtebaulichen Entwicklungsgebiet. Doch weil das erwartete Bevölkerungswachstum damals ausblieb, lagen die Flächen größtenteils jahrzehntelang brach. Jetzt bieten sie Platz für den dringend benötigten Wohnraum.

Bis Mitte 2020 sollen im ersten Teilabschnitt 362 Wohnungen entstehen, davon 120 preisgebunden. Die Mieten beginnen ab sechs Euro pro Quadratmeter. „Das Schaffen von bezahlbaren Wohnraum ist eine der zentralen Aufgaben in der Stadt“, sagte Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher (Linke) bei der Grundsteinlegung. Das Gebiet in der Wasserstadt und ganz Spandau seien dabei große Entwicklungsräume für Berlin.

Tausende neue Einwohner

In den kommenden Jahren werden so Tausende neue Einwohner in den Bezirk kommen. Doch das verschärft auch eine Herausforderung, die Spandau bereits seit längerem beschäftigt: der zunehmende Verkehr. An öffentlichen Verkehrsmitteln gibt es in der Wasserstadt bislang nur Busse. Wenn man dort so vielen neuen Wohnraum schaffe, müsse man sich auch verstärkt Gedanken über die Mobilität machen, sagte Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank (SPD). „Die Umsetzung von schienengebundenem Verkehr hat für mich Priorität.“

Als Bezirk werde man sich bei den Planungen zu Mobilität und Nahverkehr weiterhin einmischen. Wie Snezana Michaelis, Vorstandsmitglied der Gewobag, betonte, wolle man zusammen mit der BVG hier ein Mobilitätskonzept etablieren, dass über den ÖPNV hinausgehe und etwa Car-Sharing-Angebote einbeziehe. „Wir führen kontinuierlichen Gesprächen mit der BVG“, sagte Michaelis.

Mehr über den Bezirk Spandau lesen Sie hier.

Mehr zum Thema:

Baubeginn für die ersten Häuser in der Spandauer Wasserstadt

Spandau wächst - und braucht mehr Geschäfte

© Berliner Morgenpost 2018 – Alle Rechte vorbehalten.