Unterspülung

Rohrbruch: Straße in Spandau "verschluckt" eine Litfaßsäule

Bei Kabelarbeiten ging ein Rohr zu Bruch - und dann sackte die Litfaßsäule ab.

anbei Fotos " Wasserrohrbruch Brunsbüttler Damm, Spandau " von heute 07.12.2017 15:30uhr Mit freundlichen Grüßen Robert Schneider

anbei Fotos " Wasserrohrbruch Brunsbüttler Damm, Spandau " von heute 07.12.2017 15:30uhr Mit freundlichen Grüßen Robert Schneider

Foto: Robert Schneider

Es sieht so aus, als hätte die Straße sie verschluckt: Eine halb in der Erde versunkene Litfaßsäule hat am Donnerstag am Brunsbütteler Damm in Spandau für Aufsehen gesorgt. Bei Kabelarbeiten hatte eine Baufirma mittels eines sogenannten Spülbohrverfahrens, das ein Aufreißen der Straße nicht notwendig macht, ein Wasserrohr beschädigt, das ein angrenzendes, großes Grundstück versorgt. Durch das austretende Wasser wurde die Straße mit der darauf stehenden Litfaßsäule unterspült, woraufhin der Gehweg nachgab und die Säule schließlich absackte.

Die Feuerwehr, die mit 20 Einsatzkräften anrückte, musste zunächst auf einen Stromtechniker warten, der klären sollte, ob die Säule unter Strom stand – unweit des Wasserrohres befand sich eine Starkstromleitung. Anschließend sicherten die Feuerwehrleute die Werbesäule mit einem Kran und bargen sie. Die Straße musste so lange gesperrt werden; noch am Donnerstagabend sollte aber mindestens eine Spur wieder freigegeben werden, wie ein Sprecher der Berliner Wasserbetriebe mitteilte. Die Szene sehe dramatischer aus, als sie letztlich gewesen sei.

Erst vor drei Wochen hatte der Bruch einer Hauptwasserleitung in Lichtenberg zu schweren Überschwemmungen im Umfeld geführt. Mehrere Straßen waren betroffen, ein Auto versank zur Hälfte in einem riesigen Loch. Sogar Teile der Frankfurter Allee standen zeitweise unter Wasser. Mehrere Straßenbahn- und Buslinien mussten ihren Betrieb einstellen. Nur zwei Tage vorher war in Rudow ebenfalls ein Auto weggesackt, mehrere Keller liefen voll. Insgesamt gibt es in Berlin täglich mindestens einen Wasserrohrbruch.

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