Platz für Hochschule

Flüchtlinge sollen aus Tegel-Terminals ausziehen

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"Welcome" steht in Englisch und Ukrainisch auf einem Schild am früheren Flughafen Tegel. (Archivbild)

"Welcome" steht in Englisch und Ukrainisch auf einem Schild am früheren Flughafen Tegel. (Archivbild)

Foto: Paul Zinken/dpa

Bis Mitte März müssen die beiden Terminals im ehemaligen Flughafen Tegel geräumt sein. Warum es nun so schnell gehen muss.

Berlin. Die Terminals A und B auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tegel im Nordwesten Berlins müssen bis Mitte März komplett geräumt sein, noch aber leben dort Hunderte von Geflüchteten. Nach dem Beschluss des Senats vom Dienstag soll spätestens am 15. Februar der Auszug aus den beiden Terminalgebäuden beginnen und spätestens am 15. März abgeschlossen sein.

Derzeit sind rund 975 Asylsuchende im Terminal A untergebracht, außerdem rund 1995 Kriegsgeflüchtete aus der Ukraine in den Terminals A/B und C, wie die Senatsverwaltung für Soziales und Integration auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch mitteilte.

Asylsuchende sollen in Leichtbauhallen umziehen

Demnach beginnen das Deutsche Rote Kreuz (DRK) und das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) bereits am Donnerstag mit dem Umzug von Asylsuchenden aus Terminal A in Leichtbauhallen. Der weitere Auszug der anderen Bewohnerinnen und Bewohner aus Terminal A/B erfolge dann schrittweise. Aktuell kommen einem Sprecher der Sozialverwaltung zufolge weiterhin täglich etwa 300 Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine in Berlin an, neben anderen Geflüchteten, die einen Asylantrag stellen.

Der rot-grün-rote Senat hatte am Dienstag über das Thema beraten und entschieden. In die Terminals A und B soll ab dem kommenden Jahr die Hochschule für Technik umziehen, deshalb drängt die Zeit. Noch im Dezember war der Senat davon ausgegangen, sie nur bis Mitte Januar nutzen zu können. Sozialsenatorin Katja Kipping (Linke) hatte sich mehrfach dafür ausgesprochen, angesichts der gestiegenen Zahlen von Geflüchteten in Berlin die beiden Terminals länger zu nutzen als geplant.

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( dpa )