Reinickendorf
Gewalt-Eskalation

Messerstecherei an Reinickendorfer Jean-Krämer-Schule

Dirk Krampitz
Die Jean-Krämer-Schule in Wittenau hat mit Gewalt zu kämpfen. Nun kam es zu einer neuen Eskalationsstufe.

Die Jean-Krämer-Schule in Wittenau hat mit Gewalt zu kämpfen. Nun kam es zu einer neuen Eskalationsstufe.

Foto: Ulrike Kiefert

An der Jean-Krämer-Schule musste ein Schüler schwer verletzt ins Krankenhaus eingeliefert werden. Forderungen nach Metalldetektor.

Berlin. Vor der Jean-Krämer-Schule in Wittenau kam es am Dienstag in der großen Pause zu einer Messerstecherei, bei der ein 17-Jähriger Schüler durch zwei Stiche schwer verletzt wurde und ins Humboldt-Krankenhaus eingeliefert werden musste. „Uns liegt eine Anzeige vor, die Ermittlungen zum Täter dauern an“, bestätigt eine Polizei-Sprecherin.

Zeugen verweigern Auskunft über Täter: "Märkisches-Viertel-Gesetz"

Mitschüler, die Zeugen des Vorfalls geworden waren, hatten im Sekretariat um Hilfe gerufen und nach einem Krankenwagen verlangt. Sie hätten sich allerdings geweigert den Namen des ihnen offenbar bekannten Täters zu nennen, weil sie Repressalien befürchteten. Es sei der Satz gefallen: „Wir regeln das untereinander nach Märkisches-Viertel-Gesetz.“

Gesamtelternvertreter Daniel Richter ist erzürnt: „Wir haben an der Schule immer wieder mit Gewalt zu kämpfen. Auch die Toiletten wurden schon angezündet. Aber dass ein Schüler einfach so in der Pause abgestochen wird, ist eine weitere Eskalationsstufe.“ Die Jean-Krämer-Schule sei mittlerweile eine Brennpunktschule, so Richter weiter. „Aber Bezirk und Senat stellen sich blind, unternehmen nichts.“ Richter fordert schon seit längerem mehr Personal und Sicherheits-Maßnahmen wie etwa einen Metalldetektor vor der Eingangstür.

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