Reinickendorf
Hermsdorf

Waldseeviertel: Neuer Termin für Runden Tisch über Verkehr

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Dirk Krampitz
Die Anwohner der Schildower Straße wollen keinen Durchgangsverkehr in ihrem Kiez.

Die Anwohner der Schildower Straße wollen keinen Durchgangsverkehr in ihrem Kiez.

Foto: Dirk Krampitz

Das Bezirksamt lädt interessierte Bürger zur Diskussion um Lösungen für die Verkehrssituation im Hermsdorf-Ost.

Berlin.  Seit Jahren gibt es Streit um den Durchgangsverkehr im Hermsdorfer Waldseeviertel. Anwohner haben eine Bürgerinitiative gebildet, um die Schildower Straße als Schleichweg-Alternative zur B96 von und nach Brandenburg zu schließen. Die „Initiative Offene Nachbarschaft“ hingegen will die Verkehrswege von und nach Berlin weiter offen halten. Die Fronten sind verhärtet.

Um eine für alle möglichst zufriedenstellende Lösung zu finden, wurden Beratungen am Runden Tisch ins Leben gerufen. Nun ist der nächste Termin angesetzt: Am Dienstag, dem 29. November laden der Bezirk Reinickendorf und die Gemeinde Glienicke/Nordbahn von 17.30 Uhr bis 20 Uhr zur Diskussion über die Verkehrssituation in die Alte Halle, Hauptstraße 64 in 16548 Glienicke/Nordbahn ein. Anmeldungen sind bis 25.11. unter diesem Link möglich.

Situation belastete Verhältnis zu Brandenburg

Der Runde Tisch für Hermsdorf-Ost wurde 2021 als Format installiert. Ziel war, für alle zufriedenstellende Lösungen im Konflikt um den Verkehr und die Pendlersituation an der Grenze zwischen Reinickendorf und Glienicke/Nordbahn zu finden. Denn der zunehmende Verkehrsfluss wirkte sich zunehmend auf die Beziehungen zwischen Berlin und den Umlandgemeinden aus. In Berlin sorgte dazu die Forderung nach Sperrung der Schildower Straße an der Stadtgrenze für erhebliche nachbarschaftliche Konflikte.

Das bisher einzige Treffen am Verhandlungstisch fand Ende Juni 2021 statt, allerdings ohne professionelle und unabhängige Moderation. In der Folge führte es zu keinen weiteren Ergebnissen als zur Verabredung einer Folgerunde nach den Wahlen in Berlin. Diese Fortsetzung der Gespräche hat fast anderthalb Jahre auf sich warten lassen, aber nun ist es soweit und eine Moderation gibt es diesmal auch: Die Kommunalberatung „complan“ übernimmt die Leitung und Vermittlung im Auftrag des Kommunalen Nachbarschaftsforums Berlin-Brandenburg.

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