Reinickendorf
Verkehr

Gegen den Stau auf dem Waidmannsluster Damm

Reinickendorf verlängert die Linksabbiegespur zur Auffahrt A111 Richtung Berliner Innenstadt. So soll es zu weniger Staus kommen.

Die Linksabbiegespur auf dem Waidmannsluster Damm wird verlängert. So soll es weniger Stau geben.

Die Linksabbiegespur auf dem Waidmannsluster Damm wird verlängert. So soll es weniger Stau geben.

Foto: Susanne Kollmann

Reinickendorf. Gute Nachrichten für Autofahrer: Die Linksabbiegespur auf dem Waidmannsluster Damm zur Auffahrt der A111 wird verlängert. Der Bezirk will so den Staus entgegenwirken. Die Bauarbeiten sollen am 12. Oktober beginnen.

Denn die Staus sind besonders in den Hauptverkehrszeiten erheblich. Zwar ist der Waidmannsluster Damm zweispurig, kurz vor der Autobahnauffahrt sogar dreispurig, nur sind nicht alle Fahrbahnen nutzbar – der rechte Streifen zwischen Getränkemarkt und Friedhof wird in beiden Fahrtrichtungen als Parkplatz genutzt. Heißt: Es bleibt gerade einmal eine Spur für alle, die nach Tegel, Hermsdorf oder auf die Autobahn Richtung Berliner Innenstadt beziehungsweise in die Gegenrichtung fahren möchten, bis die kurze Linksabbiegespur beginnt. In den Morgenstunden müssen Autofahrer wesentlich mehr Zeit einplanen, teilweise staut sich der Verkehr bis weit vor die Kreuzung Waidmannsluster Damm/ Ziekowstraße.

Begrünter Mittelstreifen auf Waidmannsluster Damm wird zurückgebaut

Um das etwas zu entzerren wird das Reinickendorfer Straßen- und Grünflächenamt nun die Linksabbiegerspur verlängern. „Dazu soll der begrünte Mittelstreifen zurückgebaut und die daraus gewonnene Fläche zur Fahrbahn ausgebaut werden“, heißt es aus dem Bezirksamt. Bis sich die Situation verbessert, müssen Autofahrer allerdings noch etwas Geduld haben, da die Mittelspur während der Arbeiten gesperrt wird. Bis zum 23. Oktober werden die Arbeiten an der circa 150 Quadratmeter großen Fläche voraussichtlich beendet sein. Das Bauprojekt kostet rund 40.000 Euro und wird aus dem Straßeninstandsetzungsprogramm 2020 der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz finanziert.

Wie sehr sich Autofahrer eine Verbesserung der Kreuzung wünschen, weiß der Bezirksverordnete Björn Wohlert (CDU). An ihn haben sich einige geplagte Verkehrsteilnehmer gewandt – der Schriftwechsel liegt der Morgenpost vor. „Ich habe das Gefühl, dass es oft an einzelnen parkenden Autos auf der rechten Spur liegt“, sagt einer der Autofahrer. „Eine verlängerte Spur für die Linksabbieger würde helfen sowie ein Parkverbot auf der rechten Spur z.B. bis kurz vor der Einfahrt zum Friedhofsparkplatz. So könnten sich die Autos viel früher auf drei Spuren verteilen“, sagt ein anderer.

Bereits im Jahr 2018 hat sich Wohlert bezüglich der Situation an die Senatsverkehrsverwaltung gewandt. Da ging es um die Verbesserung der Ampelschaltung. Die werde, sagt ein Mitarbeiter der Senatsverkehrsverwaltung, verkehrsabhängig gesteuert. „Über Detektoren in der Fahrbahn kann der Freigabezeitbedarf ermittelt und entsprechend die Grünzeit verlängert oder auch gekürzt werden.“ Werde also die vorgegebene Grünzeit nicht vollständig genutzt, wird diese vorzeitig beendet, wovon die anschließend freigegebene Fahrtrichtung profitiere.

Wenn ab Ende Oktober die Linksabbiegespur auch noch um einige Meter verlängert wird, könnte sich die Stausituation deutlich verbessern.