Reinickendorf
Kiezfond

Kiezfond: Zwölf Projekte in Reinickendorf werden gefördert

Der Bezirk Reinickendorf fördert lokale soziale Projekte. Doch in diesem Jahr haben sich weniger Vereine beworben als erwartet.

Der Bezirk Reinickendorf fördert zwölf lokale Projekte.

Der Bezirk Reinickendorf fördert zwölf lokale Projekte.

Foto: Susanne Kollmann

Reinickendorf. Zwölf Antragsteller aus den Ortsteilen Wittenau, Hermsdorf und Tegel (ohne Tegel-Süd), bekommen in diesem Jahr Fördergeld aus dem Kiezfonds für lokale soziale Projekte. Das hat die Jury, bestehend aus dem Bezirksbürgermeister, der Vorsteherin der Bezirksverordnetenversammlung und je einer Vertreterin beziehungsweise je einem Vertreter der Fraktionen der BVV, entschieden.

Gefördert werden der Club de Pêche e.V., die Evangelische Familienbildung im Kirchenkreis Reinickendorf, der TSV Berlin Wittenau 1896, der Schlappohren-Schwerhörigen-Selbsthilfe-Treff, das Diakonische Werk, der Wassersportclub Blau-Weiß Tegel, die Wittenauer Schreibfrauen, der Verein Regenbogen Reinickendorf, die Arbeitsgemeinschaft Geschichtsforum Tegel, der Verein „I love Tegel“, der VfB Hermsdorf sowie das Berlin-Brandenburgische Wirtschaftsarchiv. Die bewilligten Fördersummen variieren zwischen 525 und 2000 Euro. Insgesamt gab der Bezirk somit Fördergelder aus dem Kiezfonds 2020 in Höhe von 19.886,80 Euro frei.

Verein Regenbogen Reinickendorf setzt sich mit Förderung für mehr Respekt ein

„Sehr gern hätten wir die insgesamt zur Verfügung stehenden 40.000 Euro ausgeschöpft. Doch in diesem Jahr, vielleicht auch pandemiebedingt, gab es weniger Antragsteller. Um dem entgegenzuwirken, war die Antragsfrist bereits verlängert worden. Doch weil die Fördergelder noch im bald beginnenden letzten Quartal des Jahres verwendet werden müssen, wurde der Vergabeprozess nun abgeschlossen. Ich wünsche allen Fördergeldempfänger viel Erfolg bei der Verwirklichung ihrer anspruchsvollen Projekte“, sagte Bezirksbürgermeister Frank Balzer (CDU).

1200 Euro gehen an den Verein Regenbogen Reinickendorf. „Wir werden mit Infoständen in Wittenau, Hermsdorf und Alt-Tegel auf das Thema Respekt aufmerksam machen“, sagt der Vorsitzende des Vereins, Andreas Otto. Das Motto lautet: „Du willst Respekt? – Dann zeige Respekt!“ Otto geht es mit der Aktion nicht nur um Respekt gegenüber homo-, bi- oder transsexuellen Menschen, sondern allgemein um den Respekt. „In unser heutigen Gesellschaft geht Respekt immer mehr verloren: Ob vor dem Gesetz, dem Eigentum anderer, der Natur oder einer Institution. Wir wollen das Bewusstsein für mehr Respekt in den Vordergrund rücken“, sagt Otto.

Bei den weiteren Projekten geht es unter anderem um die nachhaltige Nutzung und Ausstattung von Booten, den Neubau eines Paddelschranks, die Sanierung eines Lagercontainers, Beratungsangebote, Sprechtraining, Geschichtstafeln am Bahnhof Tegel, eine zum Einkauf animierende Werbekampagne in Tegel, die Stärkung bürgerschaftlichen Engagements, Dialogformen in Corona-Zeiten sowie die Organisation von Industriespaziergängen in Wittenau.