Reinickendorf
Freizeit

Interkulturelle Woche in Reinickendorf - das ist geplant

Am 26. September startet die „Interkulturelle Woche“ in Reinickendorf. Bei 50 Aktionen erfährt man viel über andere Kulturen

Dort, wo heute die Gartenarbeitsschule ansässig ist, war früher ein NS-Zwangsarbeiterlager. In einer Führung im Rahmen der Interkulturellen Woche erfahren Teilnehmer, was sich dort am Billerbecker Weg einmal abgespielt hat.

Dort, wo heute die Gartenarbeitsschule ansässig ist, war früher ein NS-Zwangsarbeiterlager. In einer Führung im Rahmen der Interkulturellen Woche erfahren Teilnehmer, was sich dort am Billerbecker Weg einmal abgespielt hat.

Foto: Susanne Kollmann

Reinickendorf. Unter dem Motto „Vielfältig, engagiert, Reinickendorf! – Zusammen leben, zusammen wachsen“ veranstaltet Reinickendorf die erste „Interkulturelle Woche“ im Bezirk. Vom 26. September bis 4. Oktober gibt es rund 50 Aktionen. Die Veranstaltung findet im Rahmen der bundesweiten interkulturellen Woche statt, an der sich seit 46 Jahren rund 500 Städte und Gemeinden beteiligen. Ziel ist ein friedliches und gerechtes Miteinander von Menschen unterschiedlichster Herkunft durch Begegnungen und Austausch zu schaffen.

Freiluft-Feste in Kiezen und Gärten, Info- und Diskussionsveranstaltungen, eine Schnitzeljagd, Führungen, künstlerische Darbietungen – die Verantwortlichen in Reinickendorf haben sich allerhand einfallen lassen. Bei all dem könne gesungen, gegärtnert, nachgedacht, diskutiert und gestaunt werden, heißt es. Kurzum: Es ist für jeden etwas dabei.

Vielfältiges Angebot: Kulturfest, Kunstkurs, Afrikanisches Trommeln

So gibt es für Schüler ab der neunten Klasse im Jugendzentrum ComX am 26. September, 12 bis 18 Uhr, einen Workshoptag zum Thema „Hassrede“. Dort lernen sie, wie man eine Hassrede erkennt und wie sie handeln können. Zudem werden sie in Bezug auf ihr Verhalten im Netz sensibilisiert.

Arabische Musik, Arabische Kalligraphie und Arabisches Henna gibt es am 26. September, 14 bis 18 Uhr, in der Apostel Petrus Gemeinde am Wilhelmsruher Damm. Mit Musik und einem Fest soll zusammen musiziert und die multikulturelle Vielfalt gefeiert werden. Aber auch Afrikanisches Trommeln (28. September, 14 bis 15 Uhr, Fuchsbau, Thurgauerstraße 66), eine Einführung in den Islam (28. September, 18 bis 19.30, Volkshochschule, Am Borsigturm 6), ein Kulturfest des Kaukasus (29. September, 18 bis 21 Uhr, Herman-Ehlers-Haus, Alt-Wittenau 70) oder ein Kunstkurs für Kinder und Jugendliche rund um das Material Gips (30. September, 14 bis 17 Uhr, resiART, Residenzstraße 132) werden angeboten.

Auch eine Führung auf dem Gelände des historischen Ortes Krumpuhler Weg steht auf dem Plan (27. September, 14 bis 15.30 Uhr, Billerbecker Weg 123 A) Dort wird die Geschichte des Geländes als Zwangsarbeiterlager sowie die spätere Nutzung als Gartenarbeitsschule näher gebracht.

„Es gibt ein unglaublich großes Engagement aller Beteiligten“, freut sich die Integrationsbeauftragte Julia Stadtfeld. „Wir wollen zeigen, wie wichtig und schön es ist unser Zusammenleben gemeinsam in gegenseitigem Respekt und friedlich zu gestalten.“

Mit dabei sind auch der Stadtrat für Integration, Uwe Brockhausen (SPD), die Stadträtin für Bildung und Kultur, Katrin Schultze-Berndt (CDU), sowie der Jugend- und Familienstadtrat, Tobias Dollase (parteilos, für CDU). Sie alle beteiligen sich an der Interkulturellen Woche, werden Veranstaltungen eröffnen beziehungsweise besuchen.

Anmeldung zu vielen Veranstaltungen der Interkulturellen Woche erforderlich

In Reinickendorf wird die „Interkulturelle Woche“ durch das Integrationsbüro, die Partnerschaft für Demokratie/Jugendamt und die Volkshochschule Reinickendorf veranstaltet. Eine Online-Voranmeldung für die meisten Veranstaltungen ist notwendig, da die Anzahl für Teilnehmerinnen und Teilnehmer aufgrund des Infektionsschutzes begrenzt ist. Bei allen Veranstaltungen sind die geltenden Hygiene- und Abstandsregeln einzuhalten. Das genaue Programm gibt es auf der Seite www.ikw-reinickendorf.de. Bei Fragen kann man sich auch an die Integrationsbeauftragte Julia Stadtfeld melden unter (030) 90294-2012.