Reinickendorf
Straßensperrung

Krantorweg in Heiligensee bleibt gesperrt

Während der Sanierungsarbeiten an der Hennigsdorfer Straße bleibt der Krantorweg gesperrt, damit er nicht zum Schleichweg wird.

Kein Durchkommen: Die Zufahrten zum Krantorweg und Silberhammerweg bleiben gesperrt.

Kein Durchkommen: Die Zufahrten zum Krantorweg und Silberhammerweg bleiben gesperrt.

Foto: Susanne Kollmann

Reinickendorf. Seit gut zwei Jahren wird die Hennigsdorfer Straße von der Heiligenseestraße bis zur Ruppiner Chaussee grundlegend saniert. Zwar ist der erste Bauabschnitt bereits fertig, doch einige Anwohner ärgern sich trotzdem. Weil im Zuge dessen auch eine Umgehungsstraße gesperrt ist.

Die Rede ist vom Krantorweg, der bis zur Straße Am Dachsbau parallel zur Ruppiner Chaussee verläuft. An der Kreuzung Silberhammerweg/Krantorweg sind die Einfahrten Richtung Hennigsdorfer Straße gesperrt. „Ich verstehe die Sperrung nicht. Ich wohne am Krantorweg und muss nun einmal am BSR-Hof vorbei und komplett über die Ruppiner Chaussee fahren, um zum Supermarkt zu kommen“, sagt ein Anwohner, der aber lieber unerkannt bleiben möchte. Für ihn ein enormer Umweg.

Über den Silberhammerweg Richtung Süden und dann über den Kurzebracker Weg zu fahren ist keine Option, weil die Hennigsdorfer Straße kurz vor dem Kurzebracker Weg aufgrund der Sanierungsarbeiten nur eine einspurige Einbahnstraße ist. Heißt: Zum nahe gelegenen Supermarkt kommt man so auch nicht.

Bezirksamt: Krantorweg soll kein Schleichweg werden

Was für viele Anwohner unverständlich zu sein scheint, hat einen guten Grund: „Damit soll der sich sonst einstellende Schleichverkehr durch das Wohngebiet unterbunden werden. Die Sperrung dient somit zum Schutz der Anwohner“, heißt es aus dem Reinickendorfer Bezirksamt. Gerade in den Morgenstunden und nach Feierabend staut sich der Verkehr extrem auf der parallel verlaufenden Ruppiner Chaussee – der Krantorweg wäre die perfekte Abkürzung. Die Anordnung der Sperrung sei nach Angaben des Bezirksamtes durch die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz erfolgt. „Die Sperrung bleibt über die ganze Bauzeit erhalten“, so das Bezirksamt.

Allerdings scheint die Sperrung des Krantorweges nur eine Verlagerung des Problems. Denn jetzt nutzen alle Autofahrer die nächstbeste Gelegenheit, um nicht den kompletten Weg über die Schulzendorfer Straße fahren zu müssen. Und das ist eben der Kurzebracker Weg. Bislang gibt es aber zumindest dort keine großen Beschwerden. Bis Ende 2021 müssen sich die Anwohner noch gedulden. Dann sollten die Arbeiten abgeschlossen sein, so der derzeitige Stand.

Neue Hennigsdorfer Straße mit Sicherheitsstreifen für Radfahrer

Die umfangreiche Sanierung der Hennigsdorfer Straße ist nötig, weil die Fahrbahn überwiegend aus circa 16 Zentimeter dicken, unverdübelten Betonfeldern bestand, die teilweise mit einer schwarzen Fahrbahndecke überzogen waren. Diese Art des Fahrbahnaufbaus hielt den Anforderungen der Verkehrsbelastung nicht mehr stand und war nicht ausreichend tragfähig. Außerdem waren die Gehwege in einem schlechten Zustand und teilweise unbefestigt. Um die Verkehrssicherheit zu erhöhen und diese Mängel zu beseitigen, sowie die Anlieger vor Lärm und Erschütterungen zu schützen, wird diese Maßnahme umgesetzt.

Die Hennigsdorfer Straße wird von der Heiligenseestraße bis Ruppiner Chaussee im Ortsteil Heiligensee auf 1,8 Kilometern Länge grundhaft saniert. Es soll eine acht Meter breite Fahrbahn – einschließlich einem beidseitigen Sicherheitsstreifen für Radfahrer – entstehen. In den Nebenanlagen sind Bäume, Gehwege und Parkflächen und zwischen den Einfahrten, Lichtmasten und Bäume geplant. Im Zuge der Bauarbeiten erweitern die Berliner Wasserbetriebe (BWB) die unterirdischen Versorgungsleitungen vom Weidgraben bis Alt-Heiligensee. Die geschätzten Gesamtkosten betragen circa. 3,5 Millionen Euro (exklusive der Leistungen der BWB).