Reinickendorf
Beratung

Mieterberatung in Reinickendorf wird fortgesetzt

Seit Ausweitung des Beratungsangebots haben sich die Termine verdreifacht. Auch 2020 und 2021 werden Anwälte in Sachen Miete beraten.

Im Rathaus Reinickendorf wird die Mieterberatung im Raum 22 angeboten.

Im Rathaus Reinickendorf wird die Mieterberatung im Raum 22 angeboten.

Foto: Susanne Kollmann

Reinickendorf. Gerade in Zeiten des Mietendeckels sind viele Mieter verunsichert und wissen nicht, was auf sie zukommt. Bei der Mieterberatung geben Experten auf alle Fragen rund um die Miete Antworten und stehen bei Problemen beratend zur Seite. Vor gut einem Jahr ist dieses Beratungsangebot in Reinickendorf ausgebaut worden. Jetzt steht fest: Auch in den Jahren 2020 und 2021 wird es die Mieterberatung geben.

Als die „mieterfreundlichste Mieterberatung“ beschreibt das Bezirksamt sein Beratungsangebot. Dabei bieten die beiden Partner, der Berliner Mieterverein e.V. und der Heimatverein Reinickendorf e.V., eine Erstberatung durch mietrechtserfahrene Rechtsanwälte an. Reinickendorfer können dabei zwischen einer stationären Beratung im Rathaus Reinickendorf, im Bürgeramt Märkisches Viertel und im Haus 1 in der Teichstraße 65 oder dezentralen Terminen überall verteilt im Bezirk in öffentlichen Räumen wählen.

Die stationäre Mieterberatung im Rathaus Reinickendorf und im Märkischen Viertel wird weiterhin vom Berliner Mieterverein e.V. angeboten, die anderen übernehmen fünf Fachanwälte des Heimatvereins Reinickendorf.

Außer Heimatverein gab es keine weiteren Bewerber für Mieterberatung

Nach einer Ausschreibung über die Zentrale Vergabestelle für die dezentrale Mieterberatung und für die Mieterberatung konnte erneut der Heimatverein Reinickendorf e.V. als Anbieter für diese Angebote gewonnen werden, heißt es. „Hierbei gab es leider keine weiteren Anbieter, die ein Angebot in dem Vergabeverfahren auf der öffentlichen Vergabeplattform des Landes Berlin abgegeben hatten“, heißt es in einer Pressemitteilung des Bezirksamtes.

Oft wurde wurde von anderen Fraktionen die Vergabe an den Heimatverein kritisiert, dem eine Nähe zur AfD nachgesagt wird. Bezirksstadtrat Sebastian Maack, zuständig für Bürgerdienste und Ordnungsangelegenheiten, ist selbst bei der AfD, was Politiker vermuten lässt, dass er durch die Parteizugehörigkeit den Verein bevorzugt hätte.

Diese Beschuldigungen weist Maack scharf zurück und betont: „Die Vergabe öffentlicher Aufträge folgt klaren Regeln, an die die Verwaltung gebunden ist. In erster Linie entscheiden Preis und Leistung, Voraussetzung ist aber auch die Einhaltung sozialer Standards. Kein Ausschluss- oder Vergabekriterium ist die politische Orientierung des Vorsitzenden bzw. Geschäftsführers einer Organisation oder die Frage, bei welcher Partei sich ein Verein einmal vorgestellt hat. Solche Forderungen verstoßen gegen geltendes Haushaltsrecht und das Neutralitätsgebot des Staates.“ Die ausgeschriebenen Leistungen seien im Vorfeld mit der Senatsverwaltung abgestimmt gewesen.

Die Bürger scheint dieser Trubel nicht zu stören. Das belegen auch die Zahlen: Die Beratungstermine haben sich verdreifacht.

Die ortsgebundenen Sprechzeiten sind:

Rathaus Reinickendorf: Montag von 13 bis 15 Uhr und Mittwoch von 16.30 bis 18.30 Uhr im Raum 22

Bürgeramt Märkisches Viertel: Donnerstag von 14 bis 16 Uhr.

Haus 1 Teichstraße 65: Donnerstag von 14 bis 17 Uhr (gerade Wochen)

Die dezentralen Sprechzeiten sind:

Montags bis freitags von 8 bis 20 Uhr in öffentlichen Räumen (nach Absprache).

Die Termine für die dezentrale und die ortsgebundene Mieterberatung können über die Hotline (030) 21 45 82 722 montags und freitags von 10 bis 12 Uhr und dienstags bis donnerstags von 10 bis 17 Uhr gebucht werden.