Reinickendorf
Schule

Otfried-Preußler-Grundschule sucht Spender für Sportplatz

Bis Freitag müssen noch knapp 6000 Euro auf das Crowdfunding Konto eingehen, sonst muss die Schule alles zurückzahlen.

Wenn die Spendensumme erreicht wird, haben die 580 Schüler der Otfried-Preußler-Grundschule in Heiligensee bald einen neuen Sportplatz.

Wenn die Spendensumme erreicht wird, haben die 580 Schüler der Otfried-Preußler-Grundschule in Heiligensee bald einen neuen Sportplatz.

Foto: Susanne Kollmann

Reinickendorf. Man muss auch mal ungewöhnliche Wege gehen, um an sein Ziel zu kommen – das dachten sich sicher die Eltern, deren Kinder auf die Otfried-Preußler-Grundschule in Heiligensee gehen. Seit gut einem halben Jahr kann die Hälfte des Sportplatzes nicht genutzt werden, der gleichzeitig auch ein Teil des Pausenhofes ist. Ob der Bezirk das Areal sanieren kann, steht noch nicht fest. Deshalb haben Schulleitung und Eltern eine Spendenaktion gestartet.

20.000 Euro – so lautet das ambitionierte Ziel, um den Belag des Sportplatzes zu erneuern. Davon sind bereits mehr als 14.000 Euro eingegangen (Stand: 20. Januar). Was zunächst positiv klingt, ist aber ein Wettlauf mit der Zeit. „Sollte bis Ende des Aktionszeitraumes die Summe nicht erreicht worden sein, muss das Geld an die Spender zurückgegeben werden“, erklärt Schulleiterin Dorothea Ferrari das Prinzip des Crowdfundings (übersetzt: Gruppenfinanzierung). Und das Ende der Aktion ist diesen Sonnabend, 25. Januar.

Auf Holzhackschnitzeln kann man keinen Fußball spielen

Zwar steht die Schule mit ihrem Anliegen auf der Liste des Bezirksamtes, doch ob die Sanierung letztendlich bewilligt werden kann, steht noch nicht fest. „Wenn das Bezirksamt das ok gibt, dann dauert es ja auch, bis Fachfirmen beauftragt und der Platz saniert wird“, ahnt Ferrari. Und so lange wolle man nicht warten.

Wer den Platz sieht, versteht den Tatendrang. Denn der Sportplatz ist gleichzeitig der Pausenhof für 580 Schüler. Und der 1000 Quadratmeter große Bereich mit den beiden Fußballtoren ist zum Leidwesen vieler Jungen der gesperrte. Der Grund für das rot-weiße Absperrband ist der Belag. Während die eine Hälfte aus einer Tartanfläche besteht, sind auf der anderen Seite kleine Holzhackschnitzel. „Auf dem Untergrund kann man nicht gut Fußballspielen. Außerdem werden die kleinen Stücke Richtung Tor geschoben, so dass es aussieht wie eine Wanne“, sagt Dorothea Ferrari. Und das immer in Ordnung zu bringen koste zu viel Zeit, die der Hausmeister nicht habe.

Im Fall der erreichten Summe, gibt es ein großes Sportfest

Hinzukommt aber auch die Unfallgefahr, denn die Drainage besteht aus kleinen spitzen Steinen. Zwar sei der Belag von den Eltern bereits vor fünf Jahren auswendig ausgetauscht worden, doch das könnten die, nach Angaben der Schulleiterin, auch nicht immer leisten. Kurzum: Ein richtiger Belag soll her. Und damit die Schüler ohne Hindernisse Fußball spielen können, hat sich die Schule für Kunstrasen entschieden. Sollte das Spendenziel erreicht werden, würde sich die Schule bereits in der kommenden Woche um Fachfirmen bemühen – zuerst wird der bisherige Belag abgetragen und der Boden ausgeglichen, anschließend der neue Belag verlegt und die Tore wieder aufgebaut. Mit einem großen Sportfest soll der neue Sportplatz im sommer gebührend eingeweiht werden.

Dann startet auch die zweite Crowdfunding Aktion in Höhe von 30.000 Euro, von dem neue Fußballtore und andere Bewegungselemente auf dem neuen Sportplatz installiert würden. Wird das Spendenziel nicht erreicht, können Schulleitung, Lehrer, Eltern und Schüler nur hoffen, dass der Bezirk das Areal saniert.