Reinickendorf
Sporthalle

Turnhalle der Bettina-von-Arnim-Schule weiter gesperrt

Das Ausmaß der Schadstoffbelastung, die in den vier Sporthallen gefunden wurde, wird geprüft. Wann die Hallen wieder öffnen, ist unklar

Viert Sporthallen der Bettina-von-Arnim-Schule im Märkischen Viertel mussten gesperrt werden.

Viert Sporthallen der Bettina-von-Arnim-Schule im Märkischen Viertel mussten gesperrt werden.

Foto: BM

Reinickendorf. Im Dezember mussten alle vier Turnhallen der Bettina-von-Arnim-Schule im Märkischen Viertel überraschend geschlossen werden. Bei einer Untersuchung der unzulänglichen Heizungsleistung in den Sporthallen wurde das Belüftungssystem kontrolliert und dabei Schadstoffe festgestellt. Eine Raumluftmessung wurde sofort veranlasst. Eine Öffnung der Halle ist immer noch nicht in Sicht. Das sagte der Sportstadtrat Tobias Dollase (parteilos, für CDU) im Sportausschuss.

„Wir haben es geschafft, über die Winterferien eine Spezialfirma zu bekommen, die derzeit schaut, wie die Anlagen gereinigt werden können“, sagte Dollase. Die Raumluft sei in Ordnung, die Heizungsschächte aber mit Mineralfaser belastet, hieß es. Die Halle könne trotzdem nicht geöffnet werden, da es passieren könne, dass die Fasern nach außen dringen. Deshalb müsse alles abgesaugt und rückstandslos entfernt werden. Am Donnerstag will die Spezialfirma eine Aussage über den Aufwand treffen.

Vereine müssen in andere Sporthallen ausweichen

Die plötzliche Sperrung ist nicht nur für den Schulbetrieb ein Problem, sondern auch für die Vereine, die sich nun eine andere Sportstätte suchen mussten. Die Baseballer der Berlin Flamingos trainieren über die Wintermonate beispielsweise vorübergehend in Tempelhof im Hanger. Obwohl die Hallen von heute auf morgen gesperrt werden mussten, konnten die Vereine noch ihre Geräte rausholen. Wie lange die Beseitigung der Schadstoffe dauert, ist noch ungewiss. Der Aufwand in vier Sporthallen ist allerdings enorm.