Reinickendorf
BVG

Keine Verbesserung beim Busverkehr in Reinickendorf-Ost

Die CDU-Fraktion hatte auf Buslinien in Reinickendorf-Ost Erweiterung der Fahrzeiten angeregt. Das lässt sich nicht realisieren.

Am U-Bahnhof Osloer Straße kann seitens der BVG eine Ausweitung der Buslinien 125 und 150 derzeit nicht realisiert werden.

Am U-Bahnhof Osloer Straße kann seitens der BVG eine Ausweitung der Buslinien 125 und 150 derzeit nicht realisiert werden.

Foto: Herbert Knosowski / dpa

Berlin. Vorerst wird es keine Veränderungen beim Busverkehr in Reinickendorf-Ost geben. Das teilten die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) auf eine Anfrage der Bezirksverordneten Tobias Siesmayer und Frank Marten (beide CDU) mit. Die beiden hatten das Bezirksamt Reinickendorf angeregt, sich für eine Ausweitung des Angebots einzusetzen. Konkret ging es um eine Erweiterung der Fahrtzeiten und Taktverdichtungen auf den Linien 125, 150, 250 und 327.

In der Erklärung der BVG heißt es, dass bei der Linie 125 eine Ausweitung des 10-Minuten-Taktes zwischen dem U-Bahnhof Osloer Straße und dem U-Bahnhof Kurt-Schumacher-Platz zwar geplant, aber derzeit nicht umsetzbar ist. Bislang gibt es im Frühverkehr Fahrten, die an den Schultagen in beiden Richtungen einen 10-Minuten-Takt anbieten, heißt es.

Erweiterung der Linie 150 aufgrund knapper Ressourcen nicht möglich

Das Angebot der Linie 150 sei nach Angaben der BVG bereits vor zwei Jahren angepasst worden. Seitdem verkehren die Busse von Montag bis Freitag ganztägig alle zehn Minuten zwischen dem U-Bahnhof Osloer Straße und dem S-Bahnhof Schönholz. „Im Rahmen eines angemessenen Nachfrage-Angebot-Verhältnisses prüfen wir auch hier eine weitere Erweiterung des Angebotes, müssen jedoch vorerst, im Rahmen einer stadtweiten Verteilung der knappen Ressourcen, andere Maßnahmen vorziehen, welche in ihrer Dringlichkeit noch vorrangiger behandelt werden müssen“, sagen die Verkehrsbetriebe.

Bei der Buslinie 250 sieht es hingegen anders aus. Auf dem Abschnitt zwischen dem U-Bahnhof Frank-Neumann-Platz und dem dem S-Bahnhof Wollankstraße haben die Politiker eine Erweiterung der Fahrzeiten in den Abendstunden und am Wochenende angeregt. Allerdings ist dieser Abschnitt nach Erhebungen der BVG der am schwächsten genutzte. Daher sei nicht zu erwarten, dass sich die Nachfrage dahingehend entwickelt, dass zeitnah eine stärkere Bedienung notwendig wird. Zudem würden – außer an der Haltestelle Verlängerte Koloniestraße – alle weiteren Haltestellen von anderen Buslinien bedient.

Eine Ausweitung des Angebots der Linie 327 lehnt sie BVG ab. Siesmayer und Marten hatten eine Erweiterung der Betriebszeiten am Wochenende angeregt. Nach Angaben der BVG sei es aber nicht ungewöhnlich, dass „Buslinien, deren Fahrweg größtenteils entlang bestehender Linien führt und bei denen 75 Prozent der Ziele durchaus auch mit der U-Bahn erreichbar sind, am Sonntag nicht verkehren“.

BVG prüft regelmäßig das Angebot der Buslinien

Was noch nicht ist, kann aber noch werden. Die Verkehrsbetriebe sagen, dass sie ständig bemüht sind, ihr Linienangebot im Rahmen der wachsenden Stadt und der damit wachsenden Nachfrage weiter zu entwickeln. Dabei werde ständig das komplette Liniennetz überprüft und neue beziehungsweise weitere Angebote entwickelt. Daher sagen die Verantwortlichen auch zu, dass die Linien 125, 150, 250 und 327 immer wieder Gesprächsgegenstand sind. Sollten die Buslinien höher frequentiert sein, werde das Angebot auch ausgeweitet.