Reinickendorf
Behörde

Polizeiwache in Tegel soll sicherer werden

Die Polizeiwache könne den Sicherheitsstandards nicht mehr standhalten, sagt die CDU Reinickendorf. Die Polizei bestätigt einen Umbau.

Die Polizeiwache in Tegel-Süd soll umgebaut werden.

Die Polizeiwache in Tegel-Süd soll umgebaut werden.

Foto: Susanne Kollmann

Reinickendorf. Das ehemalige Gebäude der Rheinmetall Borsig AG in der Berliner Straße 35 in Tegel wird mittlerweile nicht mehr als Verwaltungsgebäude, sondern von der Berliner Polizei und dem Bürgeramt Reinickendorf genutzt. Das Gebäude wurde im Jahr 1940 erbaut und steht, wie sämtliche Borsig-Werkanlagen in Tegel, unter Denkmalschutz.

Das offene Gelände und das in die Jahre gekommene Gebäude werden jedoch den erhöhten Sicherheitsanforderungen nicht mehr gerecht. Geht es nach dem Bezirksverordneten Felix Schönebeck (CDU), soll sich dies schnellstmöglich ändern. Er fordert mit seiner Fraktion, dass der Senat „alle erforderlichen Maßnahmen trifft, um das Gebäude und Gelände des Polizeiabschnitts 11 in Tegel unter Berücksichtigung der gestiegenen Sicherheitsanforderungen und der geltenden Sicherheitsstandards sowie des Denkmalschutzes sicherer macht.“

Nicht nur das Gemeinwohl der Polizeibeamten liegen den Politikern am Herzen, durch einen fehlenden absperrbaren Bereich seien die Einsatzfahrzeuge zu jeder Zeit für Dritte zugänglich. „Es besteht immer die Gefahr, dass sich fremde Personen an den Einsatzfahrzeugen zu schaffen machen. Die Polizeibeamten müssen sich darauf verlassen können, dass die Einsatzfahrzeuge im Ernstfall unbeschädigt und zuverlässig sind. Durch eine Einzäunung des Vorplatzes könnten Wache und Fahrzeuge besser geschützt werden“, sagt Schönebeck.

Keine Sachbeschädigungen an Polizeiwagen

Auf Nachfrage bei der Polizei habe es auf dem Gelände bislang keinerlei Sachbeschädigungen an Polizeifahrzeugen gegeben. Der Leiter der Stabsabteilung Kommunikation, Winfrid Wenzel, bestätigt aber auch, dass die Beamten keine Alternativen hätten, ihre Dienstwagen sicherer abzustellen.

Schönebeck schlägt eine Einzäunung des Vorplatzes vor, wodurch Wache und Fahrzeuge besser geschützt wären. Zudem würden abfahrende Einsatzfahrzeuge nicht mehr von querenden Fußgängern und Radfahrern auf dem Gelände behindert werden.

Weitere Vorschläge sind: Alle Fenster der Polizeiwache mit Schutzgittern zu versehen, damit niemand von außen Gegenstände hineinwerfen kann; es sollte eine Sicherheitsschleuse für den Erstkontakt geschaffen werden; die Wache sollte anstatt der Holztüren mit Sicherheitstüren geschützt werden. Am wichtigsten scheint ein separater Eingang – derzeit teilen sich Polizei und Bürgeramt einen Zugang. Auch eine Videoüberwachung des Geländes schlägt der Bezirksverordnete vor.

Planungen für Umbau der Polizeiwache sind eingeleitet

Nach Angaben der Polizei werde das Objekt derzeit entsprechend der Polizeirichtlinien gesichert. Wenzel ergänzt, dass das Gebäude zurzeit ertüchtigt werde. „Die Planungen sind eingeleitet. Eine Kostenfreigabe für den Beginn der Umsetzung ist bereits erfolgt“, sagt der Leiter der Stabsabteilung Kommunikation. Weitere Angaben zu den Kosten und was genau umgesetzt werden soll, machte er nicht.