Reinickendorf
Wunschbäume

Für Kinderträume: Wo in Reinickendorf Wunschbäume stehen

In Reinickendorf stehen wieder Wunschbäume, damit Kinder aus sozial schwachen Familien auch ein Geschenk zu Weihnachten bekommen.

Kerstin Köppen vom Verein Rabauke sorgt auch dieses Jahr dafür, dass viele Kinder ein Geschenk bekommen

Kerstin Köppen vom Verein Rabauke sorgt auch dieses Jahr dafür, dass viele Kinder ein Geschenk bekommen

Foto: Sergej Glanze / Glanze/Berliner Morgenpost

Reinickendorf. In vier Wochen werden wieder zahlreiche Kinderaugen strahlen, wenn sie unter dem Weihnachtsbaum sitzen und ihre Geschenke auspacken. Doch nicht alle Reinickendorfer Eltern können ihren Kindern die sehnlichsten Wünsche erfüllen. Wunschbäume sollen sie dabei unterstützen. Ab Freitag stehen drei der Bäume Bezirk – im Rathaus Reinickendorf, in den Hallen am Borsigturm und in der Ernststraße.

Der Verein „Schenk doch mal ein Lächeln e.V.“ startete am Montag seine vorweihnachtliche Wunschbaumaktion im Reinickendorfer Rathaus. „Ich freue mich sehr, dass nun auch Kinder in Reinickendorf ihre Wünschen basteln und malen können und danke dem Verein für seine große Flexibilität, diese wunderbare Aktion auch im Foyer unseres Rathaus zu ermöglichen“, sagt Bezirksbürgermeister Frank Balzer (CDU). So schweben die rund 90 Kinderwünsche nun zwischen den Säulen der Empfangshalle und warten auf Geschenkpaten.

Bezirksbürgermeister erfüllte direkt den ersten Wunsch

Einen Kinderwunsch zu erfüllen ist einfach: Einen Wunsch „pflücken“, das Geschenk kaufen und bis zum 13. Dezember beim Pförtner am Haupteingang des neuen Rathaus-Gebäudes abgeben. Auf den Wunschkarten stehen nur die Vornamen und das Alter der Kinder, um die Anonymität zu wahren, sowie der Wunsch, der 25 Euro nicht überschreitet. Freiwillige Helfer werden die Geschenke im Anschluss verpacken. Die Eltern können die Pakete dann abholen und ihren Kindern so doch noch eine Freude machen. Bezirksbürgermeister Frank Balzer ging mit gutem Beispiel voran und erfüllte den ersten Kinderwunsch gleich selbst.

100 Wünsche hängen in den Hallen am Borsigturm

Auch in den Hallen am Borsigturm steht bereits ein Wunschbaum. 100 Kinder, die im Elisabethstift in

Reinickendorf leben, durften ihre Geschenkwünsche bereits an den Baum hängen. Das Prinzip ist das gleiche: Wunschkarte abnehmen, Geschenk kaufen, einpacken und bis zum 14. Dezember an der Kundeninformation im Einkaufscenter abgeben. Beim kostenlosen Einpack-Service in der Hauptmall können die Geschenke auch vor Ort weihnachtlich eingepackt werden.

Am 19. Dezember werden Center-Manager Peer Hamann und Felix Schönebeck von I love Tegel e.V. die Pakete an Helmut Wegner, den Geschäftsführer des Elisabethstifts, übergeben, bevor sie dann pünktlich bis zum Weihnachtsfest an die Kinder verteilt werden.

Das Elisabethstift bietet ambulante, teilstationäre und stationäre Angeboten zur Erziehungshilfe mit derzeit 215 Plätzen für Kinder und Jugendliche. Es ist zudem Träger der gleichnamigen Elisabeth-Schule, zweier Kindertagesstätten in Reinickendorf, des Familientreffs Wittenau und der „Alten Fasanerie“ auf der Familienfarm Lübars.

Verein Rabauke erfüllt Kinderwünsche in Borsigwalde

Am Freitag wird Kerstin Köppen wieder gemeinsam mit Stefan Valentin vom Verein Rabauke e.V. den Wunschbaum an der Ecke Ernststraße, Schubartstraße in Borsigwalde schmücken. Jedes Jahr setzen sich Vertreter von Borsigwalder Schulen, Kitas und sozialen Einrichtungen zusammen und überlegen, welches Kind infrage kommt. Die Wünsche, die einen Betrag von 30 Euro nicht übersteigen, kauft Kerstin Köppen mit ihrem Geld. Dann schreibt sie die Wünsche samt Preis auf eine Karte und hängt sie an den Baum. Jeder, der einen Wunsch erfüllen möchte, nimmt sich eine oder mehrere Karten ab und gibt Kerstin Köppen das Geld. Kurz vor Weihnachten holen die Vertreter der teilnehmenden Institutionen die Geschenke ab und bringen sie zu den Eltern.

Wer unabhängig von den Wunschkarten spenden möchte: In Kerstin Köppens Reisebüro Knight Tours, Ernststraße 56, steht eine Gelddose bereit. Von den Spenden bekommt jedes Kind noch einen Teller mit Schokolade, Obst und Nüssen. Bleibt Geld übrig, wird es für nächstes Jahr zurückgelegt.