Reinickendorf
Plastik

Reinickendorf verbietet Plastikgeschirr auf Veranstaltungen

Auf öffentlichen Veranstaltungen dürfen ab Januar 2020 weder Geschirr, Besteck oder Becher aus Plastik ausgegeben werden.

Im Rathaus wird ab Januar kein Plastikgeschirr mehr verwendet.

Im Rathaus wird ab Januar kein Plastikgeschirr mehr verwendet.

Foto: Susanne Kollmann

Reinickendorf. Der Bezirk Reinickendorf geht als gutes Beispiel voran: Ab dem 1. Januar 2020 wird der Bezirk klimafreundlicher und will Plastik auf internen und genehmigungspflichtigen öffentlichen Veranstaltungen, wie zum Beispiel dem Tegel Hafenfest, verbieten. Nur wiederverwendbares Geschirr, Besteck und Mehrwegtrinkgefäße seien erlaubt, heißt es in einer Pressemitteilung des Bezirksamtes. Dieses Plastik-Verbot ist am Dienstag beschlossen worden.

Bezirksamt will Gästen die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln empfehlen

Der Beschluss des Bezirksamts enthält zudem konkrete Vorgaben zur Abfallvermeidung und gibt darüber hinaus Empfehlungen, um die Lebensmittelverschwendung zu reduzieren oder die öffentlichen Verkehrsmittel für die An- und Abreise der Gäste zu nutzen. „Um die ambitionierten Berliner Klimaschutzziele zu erreichen und Reinickendorf für alle Generationen auch künftig lebenswert zu erhalten, ist das Engagement aller Beteiligten im Bezirk gefragt. Dieser Beschluss stellt eine nachhaltige Maßnahme dar, um den Menschen in Reinickendorf zu zeigen, dass das Bezirksamt sich ganz konkret für den Klimaschutz engagiert“, sagt Bezirksbürgermeister Frank Balzer (CDU).

Reinickendorf reagiert auf neue Vorgaben der EU

Im Bezirk Reinickendorf finden jedes Jahr zahlreiche Veranstaltungen statt, darunter Großveranstaltungen mit stadtweiter Bedeutung. Diese Veranstaltungen ziehen zum Teil viele Tausende Menschen pro Jahr an. Dabei werden Kohlendioxid-Emissionen durch An- und Abreise, Strom- und Wärmeverbrauch, Catering und Müllproduktion freigesetzt.

Das Bezirksamt reagiert mit seinem Beschluss jetzt schon auf neue Vorgaben der Europäischen Union, die ihre Mitgliedsstaaten verpflichtet, bis Juli 2021 Maßnahmen zur Reduzierung von Einweg-Kunststoffartikeln zu ergreifen. „Die Vorbildwirkung der Öffentlichen Hand bei der Reduzierung von Plastik-Abfall und Kohlendioxid-Emissionen ist ein wichtiger Baustein auf dem Weg zum erklärten Ziel Berlins, bis 2050 klimaneutral zu sein“, sagt Frank Balzer.