Reinickendorf
Tradition

„Freie Scholle“ feiert Volksfest mit Fest- und Fackelzug

Seit mehr als 100 Jahren wird in der „Freien Scholle“ in Waidmannslust gefeiert. Es gibt auch einen kleinen Rummel und Konzerte.

Beim Festzug zeigen viele Vereine und Anwohner, was sie können.

Beim Festzug zeigen viele Vereine und Anwohner, was sie können.

Foto: Sergej Glanze

Reinickendorf. An den Häusern hängen Girlanden mit Fähnchen in den Farben grün-weiß-rot, die Balkone sind geschmückt und auch einige Geschäfte sind verziert. Ganz klar: Die Waidmannsluster sind gut vorbereitet auf das Schollenfest – Berlins ältestes Volksfest. Tausende Menschen kommen jedes Jahr in den Ortsteil Reinickendorfs, um zu feiern. Was, wann, wo stattfindet und welche Auswirkungen das Fest auf den Verkehr hat – hier eine Übersicht:

Was wird gefeiert?

Am 24. und 25. August wird das traditionelle „Schollenfest“ gefeiert. Dieses Fest findet nun schon seit mehr als 100 Jahren statt. In den Gründungsjahren der „Freien Scholle“ wurde es als Erntedankfest zelebriert. Heute ist es ein Familienfest. Zum Schollenfest ist es seit jeher üblich und Tradition, die Häuser in den Farben grün-weiß-rot zu schmücken. Grün steht für die Siedlung im Grünen, Weiß für die Freiheit einer Genossenschaft und Rot für das Bauen.

Was gibt es zu sehen?

Beim Schollenfest gibt es zwei Höhepunkte: den Festzug und den Fackelzug. Der Festzug beginnt am Sonntag, 25. August, um 14 Uhr in der Egidystraße, läuft über den Moorweg, weiter durch den Allmendeweg, Schollenhof Nordseite, Schollenweg, Moorweg, Allmendeweg, Schollenhof Westseite, Waidmannsluster Damm, Moränenweg, Erholungsweg, Steilpfad, Waidmannsluster Damm bis zum Festplatz und endet schließlich im Schollenhof.

Viele Schollaner, wie sie sich nennen, machen mit und präsentieren ihre Interpretation zum diesjährigen Motto „Wie in alten Zeiten“ – ob zu Fuß oder auf einem Wagen. Ergänzt wird der Festzug mit Spielmannszügen aus ganz Europa sowie Vereinen, die sich im Festzug präsentieren. Auch die aus der „Freien Scholle“ stammenden Berliner Fahnenschwinger sind wieder dabei.

Mindestens genauso schön wird der Fackelzug mit circa 800 Metern Länge und mehr als 1000 Teilnehmern. Start ist um 19.45 Uhr im nördlichen Teil der Egidystraße. Der Fackelzug führt über die Strecke des Festzuges.

Musik gibt es im Steinbergpark am Sonnabend, 24. August, um 17.30 Uhr. Musik- und Showgruppen zeigen auf der Bühne ihre jeweils 15-minütige Show und präsentieren Klassiker, Schlager und Oldies, begleitet von den Berliner Fahnenschwingern.

Nach der Musikshow geht es weiter mit Rockmusik der Band „Roque4“. Zwischen 19.30 und 23 Uhr gibt es eine Mischung aus moderner Musik und alten Liedern am Marie-Schlei-Platz in der Egidystraße.

Was wird sonst geboten?

Rund um das Schollenfest ist am Waidmannsluster Damm (gegenüber dem Steinbergpark) ein Festplatz aufgebaut. Dort gibt es Fahrgeschäfte wie Autoscooter und Karussells sowie Spielbuden und Schießhallen. Weiter kann man auch im Bierzelt verweilen. Einlass ist täglich ab 15 Uhr.

Der Rummel ist bis zum 1. September geöffnet. Der Mittwoch steht im Zeichen der Familien – an den Ständen gibt es ermäßigte Preise. Außerdem kommt am Mittwoch Clown Pauly, der Luftballon-Figuren bastelt und die Kleinen mit einem Zauberprogramm unterhält.

Wie reist man am besten an?

Es besteht die Möglichkeit, mit dem Pkw entlang des Waidmannsluster Damms zu parken, es ist aber nicht ratsam. Während des Festzuges sind ohnehin Teile gesperrt. Am besten ist es, mit der Buslinie 222 zu fahren und an der Haltestelle „Freie Scholle“ auszusteigen. Der Bus hält am S-Bahnhof Waidmannslust, an dem die Linien S1 und S26 verkehren, am S-Bahnhof Tegel (S25) und am U-Bahnhof Tegel (U6).