Reinickendorf
Bauprojekt

Fortschritte bei den Planungen für die Feuerwache Tegelort

Die Voraussetzung für einen Neubau sind seitens des Senats fast beendet. Dann kann das marode und zu kleine Gebäude erneuert werden.

Die Wache der Freiwilligen Feuerwehr Tegelort soll komplett saniert werden.

Die Wache der Freiwilligen Feuerwehr Tegelort soll komplett saniert werden.

Foto: Susanne Kollmann

Reinickendorf . So langsam scheint Bewegung in das Bauprojekt der neuen Wache der Freiwilligen Feuerwehr (FF) Tegelort zu kommen. Das zumindest geht aus einer Anfrage des Abgeordneten Stephan Schmidt (CDU) an die Senatsverwaltung für Inneres und Sport hervor.

Der Politiker hat sich zusammen mit dem Förderverein der FF Tegelort in den vergangenen Monaten sehr für ein neues Gebäude eingesetzt. Eine neue Wache sei nach Angaben der Feuerwehrleute auch dringend nötig, da das Gebäude, das 1920 gebaut und zuletzt 1974/1975 erweitert wurde, „marode“ und unzureichend gedämmt sei. Zudem sei die Halle für die Fahrzeuge zu schmal und die Decke zu niedrig, wenn man ein- und ausfahre. Das Rangieren und Ein- und Ausklappen der Spiegel koste bei Einsätzen wertvolle Zeit.

Zusage im Oktober wurde wieder zurückgenommen

Das sah auch Innensenator Andreas Geisel (SPD) so, als er im Oktober vergangenen Jahres selbst vor Ort war. Bei dem Treffen sagte er die Förderung in Höhe von 3,65 Millionen Euro mit Mitteln aus dem Sondervermögen Infrastruktur der Wachsenden Stadt und Nachhaltigkeitsfonds (Siwana) zu. Die Freude hielt allerdings nicht lange, denn bereits kurze Zeit später wurde bekannt, dass die finanzielle Förderung der FF Grünau zugute kommt. Die Enttäuschung in Tegelort war sehr groß.

Förderverein startete Online-Petition

Der Grund für die ausbleibende Förderung war damals eine noch ausstehende Prüfung, ob auf den Wasserleitungen gebaut werden dürfe. Ebenso musste der Denkmalschutz geklärt werden. Niemand verstand, warum das nicht im Vorfeld geklärt wurde. Tatenlos zusehen wollten die Mitglieder des Fördervereins aber nicht. Sie starteten eine Online-Petition, sammelten Unterschriften, um die Dringlichkeit einer neuen Wache zu untermauern – 1900 Unterschriften kamen zusammen.

Neubau wird 1200 Quadratmeter groß

Die Antwort des Senats zum Stand des Neubaus lässt hoffen, dass er doch noch verwirklicht wird. Dort heißt es in der schriftlichen Stellungnahme, dass der Neubau erst beginnen kann, wenn sich das Gesamtgrundstück im Sondervermögen Immobilien Land Berlin (SILB) befindet. Die entsprechenden Umsetzungsmaßnahmen würden derzeit durchgeführt. Heißt: Das derzeitige Grundstück ist für das neue Gebäude zu klein. Das angrenzende Grundstück an der Almazeile von 485 Quadratmetern muss noch übertragen werden. Auch die Beauftragung der Architekten für die Leistungsphase – Grundlagenermittlung, Vorplanung, Entwurfsplanung – sei nach Angaben des Senats in der Vorbereitung. In Tegelort ist ein Bau mit 1200 Quadratmetern Bruttogeschossfläche vorgesehen, der schlicht gestaltet ist.

„Ich erwarte nun die baldige Vorlage der Grundstücksübertragung und die zügige Anmeldung für die entsprechenden Finanzierungsprogramme. Ich werde dies als Mitglied des Hauptausschusses des Berliner Abgeordnetenhauses begleiten und weiter auf die Einhaltung der bereits gemachten Zusagen für den Neubau drängen“, sagt Stephan Schmidt. Trotz der positiven Aussichten ärgert er sich über die verlorene Zeit nach der mündlichen Zusage des Innensenators.