Reinickendorf
Regenbogenfahne

50 Fahnen für mehr Respekt und Toleranz im ganzen Bezirk

Der Verein Regenbogen Reinickendorf möchte Unternehmen und Vereine animieren, eine Regenbogenfahne zu hissen.

Andreas Otto hat den Verein "Regenbogen Reinickendorf e.V." gegründet. Er bietet eine Beratung und Anlaufstelle für homo-, bi-, trans- und intersexuelle Menschen in der Kiezstube am Bottroper Weg 14 an.

Andreas Otto hat den Verein "Regenbogen Reinickendorf e.V." gegründet. Er bietet eine Beratung und Anlaufstelle für homo-, bi-, trans- und intersexuelle Menschen in der Kiezstube am Bottroper Weg 14 an.

Foto: Susanne Kollmann

Reinickendorf. Sie ist ein Zeichen für Schwule und Lesben, bi- trans- und intersexuell Menschen – die Regenbogenfahne. In der kommenden Woche wird sie in ganz Berlin während der so genannten „Pride Week“ (Woche des Stolzes) zu sehen sein – das ist die Woche vor dem Christopher Street Day, in der zahlreiche Veranstaltungen zu Musik, Tanz, Kunst, Kultur und Demonstrationen rundum die Schwulen- und Lesbenszene stattfinden werden. Am kommenden Sonntag um 9 Uhr wird Bezirksstadtrat Tobias Dollase (parteilos, für CDU), stellvertretend für Bezirksbürgermeister Frank Balzer (CDU), die Regenbogenfahne vor dem Reinickendorfer Rathaus hissen. „Dies ist ein Zeichen für ein modernes und weltoffenes Reinickendorf. Gerade in Zeiten, in denen Gewalt, Hass und Homophobie um sich greifen, werben wir für ein tolerantes Miteinander und unterstützen gern diese weltweite Aktion“, sagt Dollase.

Alle Menschen sichtbar machen

Andreas Otto, Vorsitzender des Vereins Regenbogen Reinickendorf e.V., setzt sich derzeit dafür ein, dass auch im Norden der Stadt ein buntes Fahnenmeer zu sehen sein wird.

„Wir wollen mit der Aktion „50 Regenbogenfahnen für Reinickendorf“ die Sichtbarkeit in Reinickendorf für alle Menschen, egal ob schwul oder lesbisch, bi- trans- oder intersexuell, herstellen und für mehr Respekt und Toleranz werben und uns gegen Hass, Gewalt sowie Homo-, Bi- und Transphobie aussprechen“, sagt Andreas Otto.

Regenbogenfahne gibt’s beim Verein

Derzeit sucht er Reinickendorfer Unternehmen, Vereine und Initiativen, die sich diesem Anliegen anschließen und den Verein unterstützen, indem sie vor der eigenen Tür eine Fahne hissen. „Je mehr Regenbogenfahnen zwischen dem 20. und 27. Juli in Reinickendorf zu sehen sind, desto besser, denn es spricht für ein buntes und tolerantes Reinickendorf. Ein Reinickendorf in dem wir alle gerne leben und arbeiten wollen“, sagt der Vorsitzende. Wer keine Regenbogenfahne hat, meldet sich beim Verein Regenbogen Reinickendorf, der für die Woche eine Fahne zur Verfügung stellt.

Verein trifft sich jeden Donnerstag

Vor fast einem Jahr, genauer am 9. August, hat Andreas Otto ein langgehegtes Vorhaben umgesetzt und den Verein Regenbogen Reinickendorf gegründet, der sich für schwule, lesbische, bi- trans- und intersexuelle Menschen einsetzt und beispielsweise beim Coming-out hilft. In der Kiezstube der Gewobag in Tegel-Süd, Bottroper Weg 14, trifft sich jeden Donnerstag von 19 bis 21 Uhr eine Gruppe, um sich auszutauschen und zu vernetzen. Auch Familienmitgliedern steht der Verein beratend zur Seite. Denn auch denen falle es nicht immer leicht, mit der Situation umzugehen, weiß Andreas Otto. Weitere Informationen über den Verein gibt es im Internet auf der Seite www.regenbogen-reinickendorf.de. Dort sind auch die Kontaktdaten zu finden.