Reinickendorf
Bonhoeffer-Nervenklinik

Gefällte Bäume auf dem KaBoN-Gelände werden neu gepflanzt

Auf dem KaBoN-Gelände sind zahlreiche Bäume für den Bau des Ankunftszentrums gefällt worden. Nun sollen sie nachgepflanzt werden.

So sieht es jetzt auf dem KaBoN-Gelände aus.

So sieht es jetzt auf dem KaBoN-Gelände aus.

Foto: Björn Wohlert

Berlin.. Vor einigen Monaten sind auf dem Gelände der Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik mehr als 40 Bäume gefällt worden. Das hat bei den Menschen, die dort in der Nähe leben, für Unmut gesorgt. Der Grund ist der modulare Bau des neuen Ankunftszentrums für Flüchtlinge. Bezirksbürgermeister Frank Balzer (CDU) hat mit dem Umweltamt bereits die Ersatzpflanzung von sieben Bäumen, fünf Pyramiden-Hainbuchen und zwei Stieleichen, im Gesamtwert 6410 Euro festgelegt.

Doch der Bezirk ist mit neun gefällten Bäumen nur für einen vergleichsweise kleinen Teil verantwortlich. Für weitere 34 gefällte Bäume sind die Berliner Forsten, die dem Senat unterstehen, zuständig. In einer Antwort auf die Anfrage der Abgeordneten Emine Demirbüken-Wegner (CDU) teilt die Senatsverwaltung für Umwelt mit, dass 29 Bäume neu auf dem Gelände des Ankunftszentrums gepflanzt werden.

Eingriff in die Natur konnte nicht vermieden werden

Der Eingriff hätte nicht vermieden werden können, heißt es. „Die Planung stellt unter Berücksichtigung aller relevanter Parameter (bspw. Anforderungen der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), Nutzeranforderungen, Erschließung, Denkmalschutz, Baurecht, parallele Nutzung durch Vivantes) bereits den kleinstmöglichen Eingriff dar“, schreibt der Senat in der Antwort.

Weitere Baumfällungen folgen im Herbst

Die Baumfällungen sind allerdings noch nicht abgeschlossen. Drei weitere sollen nördlich der Unterkunft für die technische Erschließung gefällt werden. Das wird voraussichtlich im Herbst dieses Jahres sein.

„Der durch die Baumfällungen entstandene Schaden bleibt dennoch enorm. Es wird Jahrzehnte dauern, bis durch die Aufforstung der betroffenen Waldfläche auf dem KaBoN-Gelände das Potenzial der neuen Bäume als natürliche CO2-Speicher ausgeschöpft werden kann“, kritisiert der Ortsvorsitzender der CDU Wittenau Björn Wohlert. Zudem fehle auf absehbare Zeit wichtiger Lebensraum für verschiedene Tierarten.

CDU fordert für jeden gefällten Baum zwei Neupflanzungen

Die CDU-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus fordert, dass in der Hauptstadt grundsätzlich mehr Neupflanzungen erfolgen und die Kampagne „Stadtbäume für Berlin“ gestärkt wird. So sollen für jeden gefällten Baum die doppelte Anzahl neu gepflanzt werden.