Reinickendorf
Vandalismus

Randalierer zerstören DLRG-Rettungsstation am Tegeler See

Unbekannte Täter haben erneut die Station der DLRG am Tegeler See verwüstet. Die Polizei ermittelt.

Die Wasserrettungsstation in Tegel wurde verwüstet.

Die Wasserrettungsstation in Tegel wurde verwüstet.

Foto: DLRG Reinickendorf

Reinickendorf.  Zäune und Geräte wurden zerstört, die Hausfassade mit Farbbomben beschmiert – bislang noch unbekannte Täter haben an der DLRG Station in Tegel gewütet. Felix Schönebeck, Leiter der Verbandskommunikation der DLRG (Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft) Reinickendorf ist entsetzt: „Unsere Station am Tegeler See wurde seit dem Monatswechsel mehrfach angegriffen.Dabei wurden unter anderem die gerade erst sanierte Fassade mit Farbbomben verunstaltet, das Eingangstor zur Station zerstört, eine Plane zerschnitten und technische Anlagen auf dem Stationsdach beschädigt.“

Erst vor zweit Jahren wurde die Station saniert

Von dieser Station starten die ehrenamtlichen Rettungsschwimmer im Ernstfall ihre Einsätze. „Wer mutwillig die Einrichtungen ehrenamtlicher Lebensretter angreift, behindert und erschwert unsere Arbeit für die Sicherheit der Menschen im, am und auf dem Tegeler See. Dieser Vandalismus macht uns fassungslos“, sagt Schönebeck wütend.

Erst vor zwei Jahren hat er mit Mitgliedern seiner Initiative „I love Tegel“ die Unterkunft saniert - damals war er selbst noch nicht bei der DLRG.

Einsatzbereitschaft ist nicht beeinträchtigt

Unmittelbare Auswirkung auf die Einsatzfähigkeit der Lebensretter hat der Vandalismus glücklicherweise nicht, heißt es. Fest steht aber, dass die Kasse leer ist und die DLRG die Beseitigung der Schäden aus den gesparten Rücklagen finanzieren muss.

„Daraus sollte eigentlich das dringend benötigte, neue Wasserrettungsboot bezahlt werden. Diese zusätzliche Belastung stellt uns vor eine große Herausforderung“, erklärt Schönebeck.

Die Höhe des Schadens wird nach ersten Einschätzungen auf einen vierstelligen Bereich geschätzt. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Neues Boot kostet um die 70.000 Euro

Ein neues Wasserrettungsboot brauchen die Helfer dringend, da das jetzige Modell mittlerweile 20 Jahre alt und für die

heutigen Herausforderungen des Wasserrettungsdienstes nicht mehr geeignet ist. Die Kosten für Boot, Plane und Trailer werden von der DLRG auf rund 70.000 Euro geschätzt, Eine Summe, die der Bezirksverband nicht ohne weiteres aufbringen kann.