Reinickendorf
Morgenpost vor Ort

Leserforum: Wohin steuert Reinickendorf? Jetzt anmelden!

„Morgenpost vor Ort“ findet am 6. Juni zu den Themen Sicherheit, Stadtentwicklung und Verkehrsproblemen in Reinickendorf statt.

Bei Bauarbeiten auf der Stadtautobahn ist der Weg von und nach Reinickendorf  besonders beschwerlich.  Reto Klar

Bei Bauarbeiten auf der Stadtautobahn ist der Weg von und nach Reinickendorf besonders beschwerlich. Reto Klar

Foto: Reto Klar

Berlin. Morgens mit dem Auto zur Arbeit in die Innenstadt, abends zurück nach Hause. Dieser an sich simple Vorgang verlangt täglich Tausenden Reinickendorfern viel Geduld ab. Sie stehen im Stau, insbesondere auf dem Waidmannsluster und Hermsdorfer Damm, auf der Berliner und Ollenhauerstraße und natürlich auf der Autobahn A111. Wenn dann noch der Autobahn-Zubringer an der Antonienstraße oder der Flughafentunnel wegen Überfüllung gesperrt wird, geht oft gar nichts mehr voran.

Der Verkehr sorgt immer wieder für Diskussionen in den Außenbezirken, so auch in Reinickendorf. Viele klagen über Probleme, die die Pendlerströme mit sich bringen, oder ärgern sich über einen unzureichenden öffentlichen Nahverkehr. Allein in den vergangenen zwei Jahren sei etwa der Betrieb auf der nördlichen U6-Strecke an 85 Tagen durch Bauarbeiten und Sperrungen eingeschränkt gewesen, kritisierte die CDU. Daher steht die Mobilität auch ganz oben auf dem Themenzettel bei unserem großen Leserforum zu Reinickendorf am 6. Juni.

Wie entwickelt sich dieser Bezirk, was liegt im Argen, welches sind die Potenziale? Worüber ärgern sich die Menschen, welche Aufgaben muss die Politik angehen? Das wollen wir mit Ihnen erörtern. Unsere nächste Veranstaltung im Rahmen der Reihe „Morgenpost vor Ort“ trägt den Titel „Reinickendorf – Probleme und Perspektiven eines Bezirks“. Die Berliner Morgenpost bietet ihren Lesern dabei die Möglichkeit, sich aus erster Hand zu informieren und mit unseren Experten auf dem Podium darüber zu sprechen, wie die Ortsteile des vielfältigen Bezirks lebenswert bleiben können.

Zentrales Thema ist die Entwicklung des Bezirks

Auf dem Podium diskutieren: Bezirksbürgermeister Frank Balzer (CDU); der Vorstandsvorsitzende der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft Gesobau, Jörg Franzen; die Vorsitzende des Vereins „wirBERLIN“, Beate Ernst; der Leiter des Polizeiabschnitts 11, Polizeidirektor Axel Quitsch und die Reinickendorf-Reporterin der Berliner Morgenpost, Susanne Kollmann. Moderator des Abends ist Morgenpost-Autor Hajo Schumacher.

Das Leserforum beginnt am Donnerstag, 6. Juni, um 19 Uhr und dauert circa zwei Stunden. Es findet in den Tegeler Seeterrassen an der Wilkestraße (Alt-Tegel) statt. Nach der etwa 60 Minuten langen Podiumsdiskussion können die Gäste im Publikum Fragen stellen und sich in die Debatte einschalten. Die Teilnahme ist für unsere Leser kostenlos, sie müssen sich aber zuvor in unserer Redaktion anmelden. Wie das geht, erläutern wir unten.

Zentrales Thema ist die Entwicklung des Bezirks Reinickendorf, insbesondere in den Bereichen Stadtentwicklung, Verkehr, Wohnungsbau und soziale Infrastruktur. Die Zukunft des Flughafens Tegel und des Märkischen Viertels sowie die Herausforderungen, die sich in sozial belasteten Quartieren des Bezirks stellen, sind weitere Schwerpunkte. Und schließlich wollen wir uns eingehend mit dem Themenfeld Sicherheit und Sauberkeit beschäftigen. Wie steht es um die Kriminalität in Reinickendorf? Gibt es Brennpunkte, die die Polizei in den Fokus nehmen muss? Bei welchen Delikten steigen die Fallzahlen, bei welchen sinken sie? Was ist nötig, um den öffentlichen Raum attraktiv zu halten und wie lässt sich bürgerschaftliches Engagement dafür aktivieren? All das soll am Donnerstag, 6. Juni, bei „Morgenpost vor Ort“ besprochen werden.

Für die Anwohner rund um den Waidmannsluster Damm zum Beispiel ist die Verkehrssituation oft eine Katastrophe. Autofahrer kommen nicht zügig voran, vor allem, wenn vor ihnen ein Bus oder ein Radfahrer unterwegs ist. Einfach vorbeifahren ist aufgrund der schmalen Straße schwierig, deshalb starten einige gefährliche Überholmanöver, bei denen sie auf die Gegenspur fahren müssen. Fußgänger und Autofahrer, die aus den Nebenstraßen kommen, haben aufgrund der eingeschränkten Sicht durch parkende Autos Probleme, die Straße zu überqueren.

Mehrere Monate lang parallele Bauarbeiten bei U6 und S25

Die Initiative Waidmannslust setzt sich für eine Tempo-30-Zone ein, doch Baustadträtin Katrin Schultze-Berndt (CDU) ist skeptisch. Viele würden in Parallelstraßen ausweichen, Radfahrer weiterhin für Staus sorgen. Für Radwege sei dort kein Platz. Ein anderes Problem gibt es in Frohnau und Hermsdorf. Pendler, überwiegend aus Oberhavel, parken rund um die S-Bahnhöfe und blockieren so Parkplätze vor Geschäften und Arztpraxen. Aus diesem Grund hat der Bezirk in diesem Jahr in beiden Ortsteilen Parkzonen eingerichtet. Allerdings parken viele Pendler nun in umliegenden Straßen.

Entlastung, zumindest für einen Teil der Reinickendorfer, würde die Verlängerung der U-Bahn-Linie 8 ins Märkische Viertel bringen. Der Senat hat dazu eine Studie in Auftrag gegeben, ob die Verlängerung wirklich gebaut wird, ist noch offen. Belastungen kommen auf Bahnkunden zu, wenn von Frühjahr 2021 bis Herbst 2022 das Teilstück der U6 zwischen Alt-Tegel und Kurt-Schumacher-Platz erneuert und nur Schienenersatzverkehr angeboten wird. Von Mai 2020 bis Herbst 2021 wird zudem die Technik der S 25 erneuert. Sperrungen soll es dort vor allem nachts und am Wochenende geben.

Diese Experten sitzen auf dem Podium

Frank Balzer (54) ist seit fast zehn Jahren Bezirksbürgermeister von Reinickendorf und seit Februar dieses Jahres Kreisvorsitzender der CDU. Dem Bezirksamt gehört der gebürtige Reinickendorfer seit 1998 an, dort ist der Verwaltungswirt auch für Finanzen, Personal, Stadtentwicklung und Umwelt zuständig.

Jörg Franzen (54) bekleidet seit mehr als 20 Jahren Leitungsfunktionen in der Wohnungswirtschaft. Seit 2013 ist er Vorstandsvorsitzender der Gesobau, eine von Berlins sechs landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften. Der aus Bonn stammende Franzen ist Diplom-Betriebswirt und ausgebildeter Kaufmann.

Beate Ernst (65) ist Vorsitzende des Vereins „wirBERLIN“. Die im hessischen Lichtenau geborene frühere Gymnasiallehrerin engagiert sich seit zehn Jahren für ein sauberes und liebenswertes Berlin. Der Verein aktiviert bürgerschaftliche Mitverantwortung für Erscheinungsbild und Qualität öffentlicher Räume.

Susanne Kollmann (33) ist in Essen (Nordrhein-Westfalen) geboren und hat Germanistik und Englisch studiert. Sie arbeitete im Ruhrgebiet für mehrere Zeitungen, nach ihrem Volontariat kam sie 2017 zur Berliner Morgenpost. Dort ist sie in erster Linie für den Bezirk Reinickendorf zuständig. Sie wohnt in Tegel.

Axel Quitsch (56), gebürtiger Berliner, ist Leiter des Polizeiabschnitts 11. Der Polizeidirektor führt den Abschnitt, der für Heiligensee, Konradshöhe, Tegel, Borsigwalde sowie den westlichen Teil des Ortsteils Reinickendorf zuständig ist, seit fünf Jahren. Zuvor leitete er Polizeiabschnitte in anderen Bezirken.

Hajo Schumacher (55), Morgenpost-Autor und -Kolumnist, moderiert die Diskussionsrunde. Der aus Münster stammende Journalist und Politikwissenschaftler arbeitet ebenso für Magazine, Hörfunk, Online-Medien und TV. Schumacher ist Verfasser mehrerer Bücher, auch unter dem Pseudonym Achim Achilles.

So können Sie am Leserforum teilnehmen

Das Leserforum „Berliner Morgenpost vor Ort“ zum Thema „Reinickendorf – Probleme und Perspektiven eines Bezirks“ beginnt am Donnerstag, 6. Juni, um 19 Uhr in den Tegeler Seeterrassen an der Wilkestraße 1 (Alt-Tegel). Es dauert zirka zwei Stunden.

Die Teilnahme ist für unsere Leser kostenlos. Voraussetzung ist eine Anmeldung in unserer Redaktion unter dem Kennwort „Morgenpost vor Ort“.

Das geht ganz einfach per E-Mail an aktionen@morgenpost.de, per Fax an die Nummer 030/8872 77967 oder per Postkarte/Brief an die Berliner Morgenpost, Redaktion Lokales, Kurfürstendamm 21, 10719 Berlin. Teilen Sie uns bitte mit, wie viele Plätze Sie benötigen. Abonnenten der Berliner Morgenpost können gern ihre Abonummer dazuschreiben, sie werden bei der Platzvergabe zuerst berücksichtigt.

Alle Anmeldungen werden nach Eingang bearbeitet und müssen spätestens bis Dienstag, 4. Juni, 16 Uhr, in der Redaktion vorliegen. Der Zugang zum Leserforum ist nur mit einer schriftlichen Bestätigung der Redaktion möglich.

Die Tegeler Seeterrassen sind gut mit Bahn und Bus zu erreichen. Vom U-Bahnhof Alt-Tegel (U6) sind es rund zehn Minuten zu Fuß, dort halten auch die Busse der Linien 124, 125, 133 und 222. Parkplätze gibt es in umliegenden Straßen oder für drei Euro auf dem Parkplatz der Seeterrassen.