Reinickendorf
Leserforum

Wohin steuert Berlins Nordwesten?

Am 6. Juni gibt es ein Leserforum zu Stadtentwicklung, Verkehrsproblemen, Sauberkeit und Sicherheit in Reinickendorf.

Das Rathaus Reinickendorf

Das Rathaus Reinickendorf

Foto: Reto Klar

Berlin.  Reinickendorf ist ein beliebter und vielfältiger Wohnbezirk, Frohnau, Hermsdorf und Heiligensee zum Beispiel gehören zu den gefragtesten Ortsteilen der Stadt. Viel Grün, viel Wasser, entspannte Atmosphäre, das schätzen immer mehr Menschen am „hohen Norden“ Berlins.

Wie groß die Nachfrage ist, lässt sich unter anderem an den offiziellen Bodenrichtwerten für Baugrundstücke ablesen. Lagen sie im Jahr 2006 in Frohnau noch bei 210 Euro pro Quadratmeter und in Lübars bei 170 Euro pro Quadratmeter, so werden heute 660 beziehungsweise 400 Euro genannt.

Es gibt auch Quartiere mit sozialen Problemen

Auf der anderen Seite stehen Quartiere mit sozialen Problemen, mehrere im Ortsteil Reinickendorf, aber auch die Rollberge-Siedlung in Waidmannslust. Wie entwickelt sich dieser Bezirk, was liegt im Argen, welches sind die Potenziale? Wie stark wächst die Bevölkerung und wo werden neue Wohnhäuser gebaut? Worüber ärgern sich die Menschen, welche Aufgaben muss die Politik angehen? All das wollen wir mit Ihnen in einem großen Leserforum am 6. Juni erörtern.

Informationen aus erster Hand

Unsere nächste Veranstaltung im Rahmen der Reihe „Morgenpost vor Ort“ trägt den Titel „Reinickendorf – Probleme und Perspektiven eines Bezirks“. Die Berliner Morgenpost bietet ihren Lesern dabei die Möglichkeit, sich aus erster Hand zu informieren und mit unseren Experten auf dem Podium darüber zu sprechen, wie die Ortsteile dieses vielfältigen Bezirks lebenswert bleiben können.

Auf dem Podium diskutieren: Bezirksbürgermeister Frank Balzer (CDU); der Vorstandsvorsitzende der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft Gesobau, Jörg Franzen; die Vorsitzende des Vereins „wirBERLIN“, Beate Ernst; der Leiter des Polizeiabschnitts 11, Polizeidirektor Axel Quitsch und die Reinickendorf-Reporterin der Berliner Morgenpost, Susanne Kollmann. Moderator des Abends ist Morgenpost-Autor Hajo Schumacher.

Sprechen Sie mit unseren Experten

Das Leserforum beginnt am Donnerstag, 6. Juni, um 19 Uhr und dauert circa zwei Stunden. Es findet in den Tegeler Seeterrassen an der Wilkestraße (Alt-Tegel) statt. Nach der etwa 60 Minuten langen Podiumsdiskussion ist das Publikum gefragt. Teilnehmer des Forums können ihre Fragen stellen und sich in die Debatte einschalten.

Die Teilnahme ist für unsere Leser kostenlos, sie müssen sich aber zuvor in unserer Redaktion anmelden. Wie das geht, erläutern wir am Ende dieses Textes

Zentrales Thema ist die Entwicklung des Bezirks

Zentrales Thema ist die Entwicklung des Bezirks Reinickendorf, insbesondere in den Bereichen Stadtentwicklung, Wohnungsbau, soziale Infrastruktur und Verkehr. Gerade Verkehr und Mobilität sorgen immer wieder für Diskussionen. Viele klagen über Probleme, die die Pendlerströme mit sich bringen oder ärgern sich über einen unzureichenden öffentlichen Nahverkehr.

Die Zukunft des Flughafens Tegel und des Märkischen Viertels sowie die Herausforderungen, die sich in sozial belasteten Quartieren des Bezirks stellen, sind weitere Schwerpunkte.

Weiterer Schwerpunkt: Sauberkeit und Sicherheit

Und schließlich wollen wir uns eingehend mit dem Themenfeld Sicherheit und Sauberkeit beschäftigen. Wie steht es um die Kriminalität in Reinickendorf? Gibt es Brennpunkte, die die Polizei in den Fokus nehmen muss? Bei welchen Delikten steigen die Fallzahlen, bei welchen sinken sie? Was ist nötig, um den öffentlichen Raum gepflegt und attraktiv zu halten und wie lässt sich bürgerschaftliches Engagement dafür aktivieren? All das soll am 6. Juni bei „Morgenpost vor Ort“ besprochen werden.

Vor zehn Jahren hatte Reinickendorf 245.000 Einwohner, heute ungefähr 265.000. In zehn Jahren könnten es 300.000 Menschen sein – insbesondere, wenn auf dem Gelände des Flughafens Tegel tatsächlich 5000 Wohnungen gebaut werden. Ansonsten gibt es in Reinickendorf keine sehr großen Baugebiete mit vierstelligen Wohnungszahlen wie etwa in Pankow, in der Stadtentwicklung stehen die Zeichen eher auf Verdichtung. Immerhin 388 neue Wohnungen werden im Märkischen Viertel gebaut.

Bis zu 600 neue Wohnungen an der Ziekowstraße in Tegel

Vor einer Woche wurde dort, am Senftenberger Ring, die Grundsteinlegung für das Theodor-Quartier gefeiert. In sechs Baukörpern entsteht eine bunte Mischung aus Ein- bis Fünf-Zimmer-Wohnungen für Familien, Senioren und Rollstuhlfahrer. 60 Prozent der Wohnungen werden geförderte sein, mit einer Nettokaltmiete von 6,50 Euro pro Quadratmeter. Die gesamte Anlage wird einen Campus-Charakter bekommen. Die Fertigstellung ist für 2021 anvisiert.

Viel vor hat auch Vonovia. Die Wohnungsbaugesellschaft plant in den kommenden Jahren ein Projekt entlang der Ziekowstraße. Baustart soll in den nächsten zwei bis drei Jahren sein. Errichtet werden bis zu 600 neue Wohnungen – durch Neubau sowie Aufstockungen der bereits vorhandenen Gebäude. 30 Prozent der Wohnungen sollen für Sozialmieter reserviert werden.

Weitere Beispiele sind die Hermsdorfer „Beletage“, sechs Stadtvillen mit 112 Eigentumswohnungen und die „Oranie 1“ am Oraniendamm in Waidmannslust, 25 Eigentumswohnungen mit ein bis drei Zimmern. Es gibt also viel zu besprechen in Reinickendorf: Kommen Sie zu unserem Leserforum und diskutieren Sie mit.

So können Sie am Leserforum teilnehmen

Das Leserforum „Berliner Morgenpost vor Ort“ zum Thema „Reinickendorf – Probleme und Perspektiven eines Bezirks“ beginnt am Donnerstag, 6. Juni , um 19 Uhr in den Tegeler Seeterrassen an der Wilkestraße 1 (Alt-Tegel). Es dauert zirka zwei Stunden.

Die Teilnahme ist für unsere Leser kostenlos. Voraussetzung ist eine Anmeldung in unserer Redaktion unter dem Kennwort „Morgenpost vor Ort“.

Das geht ganz einfach per E-Mail an aktionen@morgenpost.de, per Fax an die Nummer 030/8872 77967 oder per Postkarte/Brief an die Berliner Morgenpost, Redaktion Lokales, Kurfürstendamm 21, 10719 Berlin. Teilen Sie uns bitte mit, wie viele Plätze Sie benötigen. Abonnenten der Berliner Morgenpost können gern ihre Abonummer dazuschreiben, sie werden bei der Platzvergabe zuerst berücksichtigt.

Alle Anmeldungen werden nach Eingang bearbeitet und müssen spätestens bis Dienstag, 4. Juni, 16 Uhr, in der Redaktion vorliegen. Der Zugang zum Leserforum ist nur mit einer schriftlichen Bestätigung der Redaktion möglich.

Die Tegeler Seeterrassen sind gut mit Bahn und Bus zu erreichen. Vom U-Bahnhof Alt-Tegel (U6) sind es rund zehn Minuten zu Fuß, dort halten auch die Busse der Linien 124, 125, 133 und 222. Parkplätze gibt es in umliegenden Straßen oder für drei Euro auf dem Parkplatz der Seeterrassen.