Reinickendorf
Sport

100 Jahre Fußball im Norden Reinickendorfs

Der Nordberliner SC feiert am Sonnabend das große Jubiläum. Neben einem bunten Programm kann man sich bei der DKMS typisieren lassen.

Andreas Hallmann und Thorsten Berndt (beide im Vorstand, freuen sich auf das Jubiläum und die Feier

Andreas Hallmann und Thorsten Berndt (beide im Vorstand, freuen sich auf das Jubiläum und die Feier

Foto: Susanne Kollmann

Berlin. 100 Jahre Nordberliner SC – das ist ein Geburtstag, den man nicht oft feiert. Der Fußballverein im Norden des Bezirks hat es geschafft, trotz teilweise schwieriger Zeiten so lange zu bestehen - darauf sind Vorstand und Mitglieder stolz. Und weil man so ein bedeutendes Jubiläum in der Regel gebührend feiert, haben sich die Verantwortlichen des Vereins einiges einfallen lassen. Am kommenden Sonnabend, 25. Mai, ab 14 Uhr, steht das Fest auf dem Gelände am Elchdamm in Heiligensee im Zeichen der Kinder und Jugendlichen, am 24. August gibt es ein feierliches Programm für die Erwachsenen.

An der Torschussmaschine kann die eigene Kraft gemessen werden

Es wird zahlreiche Möglichkeiten für die kleinen und großen Kicker geben, ihr Können zu präsentieren. Das DFB-Mobil bietet beispielsweise Torwandschießen und eine Torschussmaschine, bei der die Kraft des Schusses gemessen wird. Weiter gibt es zahlreiche Spiele, eine Hüpfburg und Kinderschminken. Da der Tag im Zeichen des Fußballs steht, darf natürlich auch das gemeinsame Schauen des DFB-Pokals nicht fehlen – am Sonnabend stehen sich der RB Leipzig und der FC Bayern im Finale gegenüber. Für Speisen vom Grill und Getränke wird ebenfalls gesorgt sein. Der Eintritt ist frei. Willkommen sind alle, nicht nur Vereinsmitglieder.

Verein unterstützt die DKMS und ruft zur Typisierung auf

Neben all den Feierlichkeiten, möchte der Vorstand auch auf die wichtigen Dinge hinweisen. „Wir werden einen Stand haben, an dem sich jeder für die DKMS typisieren lassen kann“, sagt Andreas Hallmann, erster Vorsitzender des Vereins. Zahlen müsse man in diesem Fall nichts. „Es kommt ja immer öfter vor, dass Spender gesucht werden, auch in benachbarten Vereinen haben wir schon davon gehört, dass Spieler erkrankt sind. Wir möchten da unseren Beitrag zu leisten“, ergänzt Thorsten Berndt, Jugendleiter und zweiter Vorsitzender.

600 Mitglieder und 23 Mannschaften

Im Jahr 2002 haben sich der SC Tegel und der SC Heiligensee zusammengeschlossen. Entstanden ist der Nordberliner SC. Heute sind knapp 600 Mitglieder angemeldet, darunter 16 Jugend- und sieben Herrenmannschaften. Es herrscht eine familiäre Atmosphäre und viele Fußballer sind dem Verein schon seit Jahrzehnten treu. „Allerdings nur so bis zum zehnten Lebensjahr. Dann fangen einige an, den Verein zu wechseln“, weiß Thorsten Berndt und nennt ein Beispiel: „In der vergangenen Saison sind sechs Spieler aus Neukölln gekommen, haben einige Male gespielt, hatten dann keine Lust mehr und haben sich den nächsten Verein gesucht.“

Das sei heutzutage bei jungen Spielern völlig normal, für einen Verein aber schlecht. „“Die meisten orientieren sich an der Tabelle und wechseln immer zu dem, der gerade weiter oben steht. Dort ist die Konkurrenz vielleicht größer und sie merken, dass sie nicht spielen können“, sagt Berndt. Kurzum: Der Wechsel hat nichts gebracht. „Wir überlegen uns immer wieder was Neues, was wir mit den Spielern unternehmen können, damit die Mannschaften noch enger zusammenwachsen und die Spieler nicht wechseln“, ergänzt Hallmann. Denn der Kern des Vereins und die Atmosphäre stimmen – so wie vor 100 Jahren.