Reinickendorf
Wieder Hund gestorben

Todesfall: Kein Gift der Blaualge im Tegeler See nachweisbar

Nachdem letzte Woche wieder ein Hund nach dem Baden am Tegeler See gestorben war, wurden Sonderprobeentnahmen des Wassers angeordnet.

Nach Untersuchungen des Lageso ist kein Gift der Blaualge im Tegeler See nachweisbar.

Nach Untersuchungen des Lageso ist kein Gift der Blaualge im Tegeler See nachweisbar.

Foto: Susanne Kollmann

Berlin. Vor einer Woche passierte es wieder: Ein Hund starb nach dem Baden im Tegeler See auf mysteriöse Weise. Sofort schrillten die Alarmglocken, gab es in den vergangenen Jahren bereits ähnliche Fälle. Damals stellte sich heraus, dass einige der Hunde dem von einer neuartigen Blaualgen-Gattung produzierten Gift Anatoxin-a erlegen waren.

Sonderprobenentnahmen wurden umgehend angeordnet

Dieses Gift soll beim aktuellen Fall nicht der Grund für den Tod des Hundes sein, sagte eine Sprecherin des Landesamtes für Gesundheit und Soziales Berlin (Lageso). „Im Freiwasser ist Anatoxin-a nicht nachweisbar. Die am höchsten gemessene Konzentration in der Pflanzensuspension liegt weit unterhalb einer kritischen Konzentration“, sagte die Sprecherin. Das Amt hatte nach Bekanntmachung des Falls umgehend Sonderprobeentnahmen am 9. und 13. Mai angeordnet.

Mageninhalt des toten Hundes wird untersucht

Nach Mitteilung des Umweltbundesamtes wird Anfang nächster Woche auch der Mageninhalt des toten Hundes untersucht, um das Gift als mögliche Todesursache ausschließen zu können.

Lageso: Hund sollten nicht im Tegeler See baden

Spaziergängern am Tegeler See wird dennoch empfohlen, Hunde vorsorglich an die Leine zu nehmen und den Kontakt zum Wasser des Sees zu vermeiden. Mit dem Start der Badesaison Mitte Mai würden dann regelmäßige Proben vom Wasser entnommen, rät die Sprecherin des Lageso.