Reinickendorf
Flüchtlinge

Neues Ankunftszentrum in Wittenau wird eröffnet

Neue Unterkunft auf dem Gelände der ehemaligen Karl-Bonhoeffer-Klinik kann besichtigt werden. Senat und Bezirk laden zum Dialog ein.

Auf dem Gelände der ehemaligen Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik ist ab sofort das Ankunftszentrum untergebracht.

Auf dem Gelände der ehemaligen Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik ist ab sofort das Ankunftszentrum untergebracht.

Foto: Susanne Kollmann

Reinickendorf. Viel wurde diskutiert, Anwohner haben protestiert. Verlegt wurde das Ankunftszentrum für geflüchtete Menschen trotzdem von den Hangars am ehemaligen Flughafen Tempelhof auf das Gelände der ehemaligen Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik in Wittenau. Um die Hemmschwelle zu nehmen und Vorurteile abzubauen, laden die Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales, Elke Breitenbach (Linke), und der Sozialstadtrat Uwe Brockhausen (SPD) alle Interessierten am kommenden Freitag, 17. Mai, 16 bis 19.30 Uhr ein, sich das neue Ankunftszentrum sowie auch das Tempohome, Oranienburger Straße 285, anzusehen. Zudem gibt es Gelegenheit, sich im Dialog mit der Senatsverwaltung, dem Bezirk, dem Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten und den Betreibern über die Einrichtung und die weiteren Entwicklungen am Standort zu informieren.

Standort dient als Erstanlaufstelle

Am 29. April dieses Jahres wurde die Zwischenlösung des Ankunftszentrums in Wittenau mit einer Anlaufstelle in Haus 2 und einer Unterkunft in Haus 25 in Betrieb genommen. Der Standort ist nun die Erstanlaufstelle für neu in Berlin ankommende asylbegehrende Menschen. Bis zum Abschluss ihrer Registrierung werden die Asylbegehrenden für wenige

Tage dort untergebracht. Zudem stehen ihnen Sozialbetreuungen des Betreibers und des Landesamtes für Flüchtlingsangelegenheiten sowie eine unabhängige Verfahrensberatung Asyl zur Verfügung. Die medizinische Versorgung wird über die Charité und den DRK-Sanitätsdienst sichergestellt.

Die Registrierung der neu Ankommenden bleibt vorerst weiter in der Bundesallee 171. Das BAMF, bei dem der Asylantrag gestellt wird, wird nicht umziehen. Parallel dazu wird auf dem ehemaligen Klinik-Gelände ein Neubau für das Ankunftszentrum in modularer Bauweise entstehen. Er kann voraussichtlich im Frühjahr 2020 in Betrieb genommen werden. Die zwischenzeitlich als Unterkunft für das Ankunftszentrum genutzten Häuser in der Schmidt-Knobelsdorf-Straße in Spandau stehen noch bis zum 31. Dezember 2019 als Reserve für das Ankunftszentrum zur Verfügung.

Senatorin dankt Unterstützern

Senatorin Elke Breitenbach: „In den Hangars waren die Menschen nicht angemessen untergebracht. Ich bin daher sehr froh, dass mit dem neuen Standort das Ankunftszentrum am ehemaligen Flughafen Tempelhof Geschichte ist. Der Senat hat im letzten Herbst eine gute Entscheidung getroffen, denn das Gelände der ehemaligen Karl-Bonhoeffer-Nervenklink in Reinickendorf bietet die Voraussetzungen dafür, um neu ankommende Asylbegehende an einem Ort aufzunehmen, unterzubringen und zu versorgen. Sie können in der Unterkunft auch die erforderliche Ruhe für die Antragstellung auf Asyl finden und eine unabhängige Verfahrensberatung in Anspruch nehmen. Ich danke allen, die mit dafür gesorgt haben, dass wir mit der neuen Einrichtung ein besseres Ankommen für asylsuchende Menschen in Berlin ermöglichen.“