Reinickendorf
Schon viele Todesfälle

Hund stirbt nach Bad am Tegeler See: Untersuchungen laufen

Erneut ist am Sonntag ein Hund nach einem Spaziergang am Tegeler See gestorben. War das Tier dem Gift einer Blaualge erlegen?

(Archivbild) Ein Hund badet im Tegeler See.

(Archivbild) Ein Hund badet im Tegeler See.

Foto: Paul Zinken / dpa

Berlin.  Am Sonntag ist erneut ein Hund am Tegeler See in Reinickendorf auf mysteriöse Weise plötzlich gestorben, nachdem er im Wasser baden war. „Wie können den Vorfall bestätigen, wir wurden darüber in Kenntnis gesetzt“, sagte ein Sprecher des Landesamts für Gesundheit und Soziales (Lageso) der Berliner Morgenpost. Es sei in diesem Jahr aber der bislang einzige Fall vom Tegeler See, der dem Lageso bekannt ist.

Hund stirbt nach Badegang im Tegeler See: Ähnliche Fälle in den letzten Jahren

In den vergangenen Jahren hatte es allerdings immer wieder ähnliche Fälle gegeben. Damals stellte sich heraus, dass einige der Hunde dem von einer neuartigen Blaualgen-Gattung produzierten Gift Anatoxin A erlegen waren.

Nach dem aktuellen Vorfall hat das Amt nun erneut reagiert, in dem eine Sonderprobeentnahme veranlasst wurde, um die Ursache für den Tod des Hundes zu ermitteln. „Wir hoffen, dass wir in der kommenden Woche die Ergebnisse bekommen“, so der Sprecher.

Letzte Probeentnahme ergab: Keine Blaualgen-Toxine

Bei der davor letzten Probeentnahme am 16. April habe man allerdings keine Blaualgen-Toxine nachgewiesen. Auch ein Vertreter des Umwelt- und Naturschutzamtes, der kürzlich vor Ort war, habe keine Auffälligkeiten festgestellt.

Spaziergängern am Tegeler See wird dennoch empfohlen, Hunde vorsorglich an die Leine zu nehmen und den Kontakt zum Wasser des Sees zu vermeiden. Mit dem Start der Badesaison Mitte Mai würden dann regelmäßige Proben vom Wasser entnommen, so der Sprecher. BM