Reinickendorf
Ausstellung

Exponate über den Alltag in der geteilten Stadt gesucht

Das Museum Reinickendorf plant eine Ausstellung zum Thema „30 Jahre Mauerfall“. Persönliche Geschichten stehen im Vordergrund.

Für eine Ausstellung suchen Mitarbeiter des Museums Unterstützer.

Für eine Ausstellung suchen Mitarbeiter des Museums Unterstützer.

Foto: Massimo Rodari

Reinickendorf.  Gegenstände, Fotografien, Dokumente, Produkte oder Bücher, die das Leben zu der Zeit der geteilten Stadt repräsentieren, sucht das Museum Reinickendorf für eine Ausstellung zum Thema „30 Jahre Friedliche Revolution, 30 Jahre Mauerfall“. Angesprochen sind alle Reinickendorfer, die mit ihrem Objekt eine interessante Geschichte für die Museumsbesucher erzählen könnten. Geplant ist die Ausstellung vom 22. August bis zum 6. Oktober im Kabinett.

Insbesondere persönliche und individuelle Erfahrungen von Menschen im West-Berliner Bezirk Reinickendorf in deren Wechselwirkung mit dem angrenzenden Ost-Berlin und dem Gebiet der ehemaligen DDR sollen in den Fokus genommen werden, heißt es.

Trennende und verbindende Einzelgeschichten im Mittelpunkt

Reinickendorf, zum französischen Sektor der Stadt Berlin gehörend, grenzte östlich an den Ost-Berliner Stadtbezirk Pankow und nördlich an den damaligen DDR-Bezirk Potsdam, der seit der Verwaltungsreform 1952 den größten der 14 Bezirke der DDR darstellte. Bedingt durch seine flächenmäßige Ausdehnung gehörte Reinickendorf zu den West-Berliner Bezirken mit einer verhältnismäßig langen Mauerstrecke, was sich im alltäglichen Leben niederschlug.

Neben dramatischen Fluchttunnelbauten in den ersten Jahren nach der Errichtung der Mauer und den Besonderheiten des Alltags im „Entenschnabel“, einer schmalen Ausstülpung des Mauerverlaufs auf dem Gelände der Brandenburger Gemeinde Glienicke/Nordbahn, sollen in der Ausstellung vor allem trennende und verbindende Einzelgeschichten in den Mittelpunkt gerückt werden. Angesprochen sind Menschen aus dem damaligen Reinickendorf, Pankow oder ehemaligen Bezirk Potsdam, heute Brandenburg, die zu der Ausstellung beitragen möchten.

Beteiligungsmöglichkeit bis zum 24. Mai

Interessierte melden sich bis zum 24. Mai 2019 beim Museum Reinickendorf mit ihren Exponaten (maximal Handtaschengröße). Kontakt: Museum Reinickendorf, Alt-Hermsdorf 35, 13467 Berlin. Ansprechpartnerinnen: Friederike Schuster, Claudia Wasow-Kania, Mail: info@museum-reinickendorf.de, Tel.: (030) 404 40 62.