Reinickendorf
Baustelle in Tegel

Holzhauser Straße ab Juli wieder komplett befahrbar

Seit einem Jahr werden an der Holzhauser Straße in Tegel Abwasserrohre verlegt. Verzögerungen gab es wegen eines Gulli-Deckels.

Seit einem Jahr wird an der Holzhauser Straße gebaut. Ab Juli 2019 soll alles fertig sein.

Seit einem Jahr wird an der Holzhauser Straße gebaut. Ab Juli 2019 soll alles fertig sein.

Foto: Susanne Kollmann

Berlin. Ein Ende der Bauarbeiten an der Holzhauser Straße in Tegel ist in Sicht. Vor gut einem Jahr wurde die Baustelle eingerichtet, um die alten Abwasserrohre gegen neue auszutauschen. In gut zwei bis drei Monaten sollen die Arbeiten abgeschlossen sein, heißt es bei den Berliner Wasserbetrieben. Besonders in den Morgen- und Abendstunden staut sich seit Beginn der Arbeiten der Verkehr in Höhe der Conradstraße und des Jacobsenwegs Richtung Auffahrt zur A111. Verkehrsteilnehmer in die Gegenrichtung mussten eine Umleitung über die Soltauer Straße und die Breitenbachstraße fahren, da die Holzhauser Straße zu einer Einbahnstraße umfunktioniert wurde. Die Ernststraße ist zurzeit eine Sackgasse.

Bei Bedarf werden Bauarbeiter abgezogen

Einige Autofahrer hatten sich beschwert, dass man oft keine Arbeiter auf der Baustelle sehen würde. „Das kann vorkommen“, sagt Stephan Natz, Pressesprecher der Berliner Wasserbetriebe. „Bei strömendem Regen können gewisse Arbeiten nicht gemacht werden. Und, wenn an einer anderen Baustelle ein Rohr bricht, werden diese Arbeiter abgezogen, um zu unterstützen. Da kann es passieren, dass mal zwei bis drei Tage niemand zu sehen ist“, erklärt Stephan Natz. Zudem würden bei so einem Fall keine Arbeiter auf Abruf bereitstehen wie bei der Feuerwehr.

Verzug wegen abgesenktem Gulli-Deckel

Um mehr als zwei Wochen verzögert hat die Arbeiten unter anderem ein stark abgesenkter Gulli-Deckel in der Fahrbahnmitte der Holzhauser Straße. Es musste Gefahr in Verzug gemeldet und die Fahrbahn umgehend gesperrt werden. Eine Spezialfirma musste das Schachtbauwerk wieder instandsetzen. Weiter wurden Schäden gefunden, die bei Vorabuntersuchungen nicht sichtbar waren. So wurden nach Angaben der Tiefbaufirma beim Versuch die Leitung wieder in Betrieb zu nehmen, Rohrschäden entdeckt. Aufgrund der schlechten Materialverhältnisse, wurde sich für eine Projekt-Erweiterung um weitere 300 Meter entschieden.

Ab Juli sollte die Straße wieder komplett befahrbar sein

In diesem Monat startet der dritte und letzte Bauabschnitt – die Straßenführung muss neu geplant, Baugräben müssen hergestellt werden. Im Mai sollte dann alles für die Verlegung eines 80 Meter langen Abwasserrohrs in Höhe der Kreuzung Holzhauser Straße/Jacobsenweg vorbereitet sein. Anschließend wird eine neue Asphaltdecke aufgetragen. Ab Juli sollten alle Spuren der Straße wieder befahrbar sein.