Reinickendorf
Gastronomie

Restaurant Schupke in Wittenau erstrahlt in neuem Glanz

Marko Tobjinski ist der neue Pächter des Traditionslokals. Er plant viele Veranstaltungen in der Scheune. Am Sonnabend wird eröffnet.

Marko Tobjinski ist der neue Pächter des Traditionslokals Schupke in Wittenau. Am Sonnabend wird der Biergarten für die Gäste bereits hergerichtet sein.

Marko Tobjinski ist der neue Pächter des Traditionslokals Schupke in Wittenau. Am Sonnabend wird der Biergarten für die Gäste bereits hergerichtet sein.

Foto: Susanne Kollmann

Reinickendorf. Es wird fleißig gewerkelt auf dem Gelände des Restaurants Schupke, geputzt und Blumen gepflanzt. „Es muss alles schön aussehen, wenn die Gäste am Sonnabend zum Frühlingserwachen zu uns kommen“, sagt Marko Tobjinski, der die Saison des Biergartens damit eröffnen wird. Die Veranstaltung ist aber auch der Auftakt eines leisen Neuanfangs des Traditionslokals in Wittenau nahe des Rathauses. „Ich wollte es aber nicht offiziell so nennen. Das würde ja bedeuten, dass vorher alles falsch gemacht wurde und mit mir alles besser wird. So ist es ja nicht“, sagt Tobjinski, der seit März der neue Pächter ist. „Sagen wir, ich habe Restaurant, Scheune und Biergarten aus dem Dornröschenschlaf wachgeküsst.“

Ehemaliger Bauernhof wurde 1375 das erste Mal erwähnt

Der ehemalige Bauernhof wurde das erste Mal im Jahr 1375 erwähnt und steht heute unter Denkmalschutz. Im alten Haupthaus ist das Restaurant, in der Scheune mit Bühne finden regelmäßig Hochzeitsfeiern und Jazz-Abende statt. Innerhalb von zwei Wochen wurde die Scheune gestrichen, neuer Boden verlegt und neue Leuchten installiert – ein umfangreicher Frühjahrsputz sozusagen. In der Scheune ist Platz für 100 Menschen, 90 Plätze gibt es im Restaurant, und im Biergarten können sich bis zu 500 Menschen an den Tischen aufhalten und es sich unter den großen Bäumen gemütlich machen.

Im Restaurant wird bürgerliche Küche angeboten

Seit 25 Jahren ist Marko Tobjinski in der Gastronomie tätig, vor 16 Jahren hat er ein kleines Café in der Grußdorfstraße in Tegel eröffnet. Das Café hat er nicht mehr, dafür eine Cocktailbar und zwei Restaurants in Charlottenburg – und jetzt das Schupke in Wittenau. „Ich wollte schon immer einen Biergarten haben. Durch meinen Getränkelieferanten habe ich erfahren, dass der vorherige Besitzer nicht mehr weitermachen möchte“, erzählt der 48-Jährige. „Ich habe mich sofort in das alles hier verliebt.“

Allzu viel verändern möchte er nicht. Der Name und auch das Personal werden bleiben. Bei der Karte werden die Gäste zukünftig gut bürgerliche Gerichte wie Königsberger Klopse, Schweinebraten oder Flammkuchen finden – eine Wochenkarte mit saisonalen Produkten wird ebenfalls angeboten. Auch einen Mittagstisch möchte er offerieren. Ab Ostern wird Schupke sieben Tage pro Woche von 9.30 Uhr bis 23 Uhr geöffnet sein.

Viele kulturelle Veranstaltungen in der Scheune geplant

Was das Programm für die Scheune angeht, sprudeln die Ideen nur so aus dem Gastronom heraus. „Der Jazz-Abend jeden Donnerstag wird bleiben. Ich könnte mir auch einen Rock-Abend vorstellen, bei dem junge Künstler ihre Werke präsentieren können“, sagt Tobjinski. Und wenn keine Hochzeitsgesellschaft die Scheune an den Wochenenden buche, werde es bestimmt die eine oder andere Schlagerparty geben. „Wir haben es schon Kulturscheune getauft.“ Wichtig ist für ihn, dass etwas für junge und ältere Menschen angeboten wird.

Jetzt steht erst einmal das Frühlingserwachen auf seinem Plan. „Und hoffentlich auf dem vieler anderer“, sagt Tobjinski, der sich sehr über jeden Gast freuen wird. Am Sonnabend, 6. April, startet das Fest um 12 Uhr. Ein DJ wird für musikalische Unterhaltung sorgen, genauso wie das Ruperts Kitchen Orchestra ab 18 Uhr. Für Kinder gibt es eine Hüpfburg und Kinderschminken. Auch für Speisen und Getränke wird gesorgt sein. Es gibt einen Grillstand und Kuchen.