Reinickendorf
Krisengespräch

Scheeres schickt Sozialarbeiter an Grundschule

Bildungssenatorin spricht nach dem Tod einer 11 Jahre alten Schülerin mit Eltern und Lehrern an der Hausotter-Grundschule über Mobbing.

Gedenken an die gestorbene Grundschülerin vor der Schule in Reinickendorf.

Gedenken an die gestorbene Grundschülerin vor der Schule in Reinickendorf.

Foto: Jörg Krauthöfer

Berlin. Weit über zwei Stunden hat das Krisengespräch gedauert. Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) besuchte am Mittwochvormittag die Hausotter-Grundschule in Reinickendorf und sprach dort mit Elternvertretern, der Schulleitung und Schulpsychologen. Grund sind der bislang ungeklärte Tod einer 11-jährigen Schülerin und Vorwürfe der Elternvertreter gegen die Schulleitung, Mobbing an der Schule ignoriert beziehungsweise nicht ernst genommen zu haben.

Im Anschluss an das „sehr offene“ Gespräch veröffentlichten die Parteien eine gemeinsame Erklärung, die der Berliner Morgenpost vorliegt. Man sei sich einig, dass das „Wohlergehen der Schülerinnen und Schüler“ an erster Stelle stehen müsse.

„Es ist bei dem Gespräch deutlich geworden, dass es an der Schule Konflikte und Probleme gab und gibt“, heißt es in der Mitteilung weiter. Allerdings wurde von allen Seiten betont, dass sich die Schule seit einem Leitungswechsel vor zwei Jahren positiv entwickelt hat. Und: „Die Schulleitung betonte, dass Probleme wie Gewalt und Mobbing angegangen werden.“

Nach den Ferien werden nun Schulpsychologen und Sozialarbeiter an die Grundschule kommen. Die Senatsverwaltung für Bildung erklärte: „Diese Hilfe ist zeitlich unbefristet und wird so lange angeboten, wie sie gebraucht wird.“ Außerdem will die Schule alle Eltern mit einem Brief über die Unterstützungsmöglichkeiten bei Konflikten informieren. Auch ein für Ende dieses Monats geplanter Studientag der Schule wird sich mit dem Thema Mobbing befassen.

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