Reinickendorf
Attraktivität steigern

Mit einer Karte den Auguste-Viktoria-Kiez auf einen Blick

Reinickendorfer Unternehmer entwickeln eine Kiez-Karte auf denen alle Läden, Sport- und Spielstätten verzeichnet sind.

Mitglieder des Gewerbenetzes stellen die neue Karte vor.

Mitglieder des Gewerbenetzes stellen die neue Karte vor.

Berlin. Das Gewerbe unterstützen und entwickeln, den Standort gemeinsam vermarkten und Leerstände mit neuen Angeboten beleben – das ist das Ziel des Gewerbenetzwerks „Wir für euch“ im Auguste-Viktoria-Kiez in Reinickendorf. Mit Aktionen wie „Stiefel raus für den Nikolaus“ oder beim Sommerfest arbeiten alle Gewerbetreibenden zusammen, den Kiez attraktiver zu gestalten.

Das neueste Projekt ist eine Karte, mit der auf das vielfältige Angebot hingewiesen werden soll. Eine Illustratorin hat alle Straßen mit Geschäften, Sport- und Spielplätzen eingezeichnet – weil die Karte eine begrenzte Kapazität hat, sind die restlichen Geschäfte auf der Rückseite vermerkt. „Der Auguste-Viktoria-Kiez an der Scharnweberstraße bietet viel mehr als viele auf den ersten Blick wahrnehmen“, sagt Sebastian Bodach vom Quartiersmanagement.

"Dem Abwärtstrend entgegenwirken"

„In erster Linie geht es uns darum, dem Abwärtstrend entgegenzuwirken und es den Menschen wieder schmackhaft zu machen, zu uns in die Läden zu kommen“, sagt Zoltan Szerencsi, Inhaber des Fotostudios Hollin. Er ist einer von 100 Unternehmern, die sich zusammengeschlossen haben. „Ich bin zwar erst seit vier Jahren hier, merke aber schon, dass sich das Klientel deutlich verändert“, sagt der Fotograf.

Augenoptiker Bernd Müller, Inhaber des Geschäftes Müller Optik, macht aus einem Grund beim Gewerbenetzwerk mit: „Ich habe Sorge, dass der Abstieg des Kiezes weitergeht, wenn wir nicht etwas dagegen tun.“ Entstanden ist das Gewerbenetzwerk im Rahmen eines Projektes des Quartiersmanagements, Unternehmen miteinander zu vernetzen.

Weitere Projekte in Planung

Seit 2016 ist der Auguste-Viktoria-Kiez im Programm „Soziale Stadt“ des Senats, mithilfe dessen die Lebensverhältnisse dort verbessert werden sollen. Unter der Leitung des Projektträgers Lokation:S, Partnerschaft für Projektentwicklung, wurde die Karte entwickelt, die im Quartiersmanagement, Graf-Haeseler-Straße 17, und in vielen Geschäften erhältlich ist.

Für die Zukunft sind bereits weitere Projekte in Planung, dazu gehört ein großes Musikfest, angelehnt an die Veranstaltung „Klangstraße“, bei der viele Konzerte entlang der Residenzstraße in Geschäften oder Lokalen gespielt werden. Außerdem soll die Online-Präsenz der Unternehmen ausgebaut werden.

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