Reinickendorf
Reinigung

Hubertussee kann erst in zwei Jahren entschlammt werden

Der See in Frohnau ist ein Entwässerungsbecken der B96 und dadurch verschlammt. Vorher müssen Fragen zum Naturschutz geklärt werden.

Der Hubertussee in Frohnau muss entschlammt werden. Das kann aber laut Senat nur mit einem großen Aufwand umgesetzt werden.

Der Hubertussee in Frohnau muss entschlammt werden. Das kann aber laut Senat nur mit einem großen Aufwand umgesetzt werden.

Foto: Susanne Kollmann

Berlin. Idyllisch gelegen direkt an der Grenze zu Brandenburg ist der Hubertussee in Frohnau. Viele nutzen die Gegend für ihr tägliches Sportprogramm, Spaziergänge mit dem Hund oder einfach, um dem Trubel der Großstadt zu entfliehen. Wer allerdings genauer hinsieht, merkt, dass der See mittlerweile sehr verschlammt ist. Tobias Siesmayer und Frank Marten (beide CDU) haben daher einen Antrag gestellt, dass sich das Bezirksamt bezüglich einer Entschlammung an den Senat wenden soll.

Der See, der unter anderem als Entwässerungsbecken der B96 genutzt wird, ist über die Jahrzehnte sehr verschlammt und stark kontaminiert. Hinzu kommt, dass die umgebende Waldfläche als Referenzwald ausgewiesen ist und deshalb kein Rückschnitt der umstehenden Bäume erfolgen kann. Das deshalb stark vermehrt anfallende Laub sorgt für eine zusätzliche Belastung und Verschlammung des Sees, heißt es in dem Antrag.

Maßnahme ist nur mit großem Aufwand realisierbar

Dem Senat ist durchaus bekannt, dass der Hubertussee in Frohnau entschlammt werden muss. Der See würde regelmäßig kontrolliert, sagt ein Mitarbeiter des Senats für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz. Das Problem sei allerdings, dass die Maßnahme aufgrund der Lage im Landschaftsschutz- und Forstgebiet nur mit hohem Aufwand realisierbar sei. Es wurde aber bereits an Lösungen zur Aufwands- und Kostenminimierung gearbeitet.

Vor 2021 ist aber wohl nicht mit dem Arbeitsbeginn zu rechnen, weil durch eine Forderung der unteren Naturschutzbehörde vorher eine naturschutzfachliche Betrachtung biotop- und artenschutzrechtlicher Belange erforderlich ist. Aktuelle Daten zu besonders zu schützenden Arten, wie Amphibien und Muscheln, liegen laut Senat nicht vor, so dass als Grundlage der naturschutzfachlichen Betrachtung die Erhebung dieser Daten erfolgen muss.

© Berliner Morgenpost 2019 – Alle Rechte vorbehalten.