Reinickendorf
Veranstaltung

Morgenpost vor Ort: Leserforum zum Sport im Berliner Norden

Am 12. November laden die Morgenpost und der Bezirkssportbund Reinickendorf zur Podiumsdiskussion mit Hajo Schumacher ein.

Ruderer des Ruder-Clubs Tegel 1886 während der Celtic Challenge auf dem Tegeler See.

Ruderer des Ruder-Clubs Tegel 1886 während der Celtic Challenge auf dem Tegeler See.

Foto: Reto Klar

Berlin. 660.000 Berliner treiben Sport in einem der rund 2500 Sportvereine, hinzu kommen geschätzt 500.000 weitere Menschen, die außerhalb eines Klubs aktiv sind, etwa regelmäßig durch Wälder oder Parks laufen. Nicht nur im Breitensport setzt Berlin Maßstäbe, auch bei den Profis muss sich die Hauptstadt nicht verstecken: Hertha, Union, Alba, Füchse, Berlin Volleys, Wasserfreunde Spandau – sie alle und viele mehr sind Markenzeichen der Metropole.

Auch im Norden Berlins, insbesondere in Reinickendorf, genießt der Sport einen hohen Stellenwert. Doch es gibt Herausforderungen und Probleme. Experten beklagen ein massives Defizit an Sporthallen. Sie sehen zudem einen Bedarf an Sportplätzen, obgleich die Verwaltung dies verneint. Diskussionsbedarf besteht auch zur Nachnutzung des Flughafens Tegel und zur Planung weiterer neuer Wohnquartiere. Sind dabei Sportflächen ausreichend berücksichtigt? Die gesellschaftliche Rolle des Sports, seine Aufgaben und Möglichkeiten bei Inte­gration und Jugendarbeit, werden in Reinickendorf ebenfalls intensiv diskutiert.

Experten und Gäste erörtern Probleme und Perspektiven

Gute Gründe also, all diese Fragen in einem großen Leserforum zu besprechen. Der Bezirkssportbund Reinickendorf und die Berliner Morgenpost laden dazu ein: Am kommenden Montag, 12. November, können Sie sich aus erster Hand über den Sport im Norden informieren und mit unseren Experten Pro­bleme und Perspektiven erörtern. Unser nächstes Leserforum in der Reihe „Morgenpost vor Ort“ beginnt um 19 Uhr im Spiegelsaal des VfL Tegel an der Hatzfeldtallee 29, unweit des S-Bahnhofs Tegel.

Das Podium ist sehr gut besetzt. Es diskutieren: Aleksander Dzembritzki (SPD), Staatssekretär für Sport in der Senatsverwaltung; Thomas Härtel, Vizepräsident des Landessportbundes Berlin (LSB); Tobias Dollase (parteilos, für CDU), Stadtrat für Schule, Familie, Jugend und Sport in Reinickendorf; Volker Zerbe, Handball-Legende und Sportdirektor der Füchse Berlin sowie Raik Hannemann, Sportchef der Berliner Morgenpost. Moderator des Forums ist Hajo Schumacher, Publizist und Kolumnist der Morgenpost. Nach der etwa 70 Minuten langen Podiumsdiskussion können die Gäste im Publikum Fragen stellen und mitdebattieren. Die Teilnahme am Leserforum ist kostenlos. Sie müssen sich allerdings zuvor in unserer Redaktion anmelden. Wie das geht, lesen Sie im Infotext oben.

In Reinickendorf werden, einschließlich Betriebssportgemeinschaften, mehr als 200 Vereine mit etwa 45.000 Mitgliedern gezählt. Der Bezirkssportbund sieht einen erheblichen Bedarf an Sporthallen. Nach Zahlen aus dem Jahr 2015 fehlen in Reinickendorf elf große Sporthallen. Bis 2030 steigt der Bedarf laut der bezirklichen Planung für die soziale Infrastruktur auf insgesamt 14 Großsporthallen oder 42 Hallenteile. In den kommenden Monaten soll mit dem Neubau von zwei großen Sporthallen begonnen werden. Eine wird für die Kolumbus-Grundschule am Büchsenweg auf dem Sportpark der Füchse errichtet. Eine weitere Halle entsteht in Reinickendorf Ost an der Thurgauer und Walliser Straße. Die beiden Sporthallen der Oberstufenzentren Kühlewein- und Cyclopstraße, in denen vorübergehend Flüchtlinge untergebracht waren, sind wegen umfangreicher Sanierungsmaßnahmen noch nicht wieder in Betrieb.

Aber auch die Frage, was der Sport, speziell in Reinickendorf, in der Jugendarbeit und bei der Integration leistet, soll Thema am 12. November sein. Wie steht es um die Vermittlung von Regeln und Werten, wie etwa Fair Play oder Disziplin? Welche Angebote existieren, um gegen Bewegungsmangel oder Übergewicht anzugehen – und reichen sie aus? Welchen Beitrag können die Vereine leisten, um der Vereinsamung älterer Menschen entgegenzuwirken? Welchen Stellenwert hat der Spitzensport in Reinickendorf und wie gelingt die Verzahnung mit dem Breitensport? Viele Fragen stehen auf der Agenda. Kommen Sie zu unserem Forum und diskutieren Sie an diesem spannenden Abend mit.

Diese sechs Experten sitzen auf dem Podium

Aleksander Dzembritzki (50, SPD) ist seit Mai 2018 Staatssekretär für Sport. Der ehemalige Leiter der Rütli-Schule betreibt Wasser- und Wintersport, ist Vorsitzender der „Wander-Paddler Havel“.

Thomas Härtel (67) ist Vizepräsident des Landessportbundes Berlin (LSB). Von 1999 bis 2011 war er Sportstaatssekretär, zuvor war der Diplom-Pädagoge Stadtrat für Bildung und Sport in Zehlendorf.

Volker Zerbe (50) ist Sportdirektor der Füchse Berlin. Im Handball (TBV Lemgo) galt er als einer der weltbesten Abwehrspieler, war 2003 Vize-Weltmeister und 2004 Europameister.

Tobias Dollase (45, parteilos, für CDU), ist seit 2016 Stadtrat für Schule, Familie, Jugend und Sport in Reinickendorf. Der Jurist ist seit seiner Kindheit Leichtathlet und war Sprint-Leistungssportler.

Raik Hannemann (50) ist Leiter der Sportredaktion der Berliner Morgenpost, berichtete von mehreren Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften. In seiner Jugend war er Leistungsschwimmer.

Hajo Schumacher (54), Morgenpost-Autor und -Kolumnist, moderiert die Diskussionsrunde. Der Journalist und Politikwissenschaftler ist auch als Hobby-Läufer Achim Achilles bekannt.

So können Sie am Leserforum teilnehmen:

Ort und Zeit: Das Forum des Bezirkssportbundes Reinickendorf und der Berliner Morgenpost zum Thema „Sport im Norden“ beginnt am Montag, 12. November, um 19 Uhr im Spiegelsaal des VfL Tegel an der Hatzfeldtallee 29. Es dauert zwei Stunden, die Podiumsdiskussion etwa eine Stunde. Die Teilnahme ist kostenlos.

Anmeldung: Voraussetzung zur Teilnahme ist eine Anmeldung in unserer Redaktion unter dem Kennwort „Sport-Forum“. Das geht per E-Mail an: aktionen@morgenpost.de, per Fax an die Nummer 030/8872 77967 oder per Postkarte/Brief an die Berliner Morgenpost, Redaktion Lokales, Kurfürstendamm 21, 10719 Berlin. Teilen Sie uns bitte mit, wie viele Plätze Sie benötigen. Abonnenten der Berliner Morgenpost können gern ihre Abonummer dazuschreiben, sie werden bei der Platzvergabe bevorzugt berücksichtigt. Anmeldungen werden nach Eingang bearbeitet und müssen spätestens bis Sonntag, 11. November, 15 Uhr, in unserer Redaktion vorliegen.

Anfahrt: Das Vereinsgelände des VfL Tegel ist gut mit Bahn und Bus zu erreichen. Der S-Bahnhof Tegel (S 25) ist nur wenige Gehminuten entfernt. Direkt an der Hatzfeldtallee hält die BVG-Buslinie 222, die auch den U-Bahnhof Alt-Tegel anfährt. Parkplätze gibt es im begrenzten Umfang auf dem Vereinsgelände sowie in den umliegenden Straßen.

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