Reinickendorf
Bauprojekt

In Tegel gibt es bald einen Leerstand weniger

Ein Investor baut die oberen Etagen über der Post in der Grußdorfstraße zu Büroräumen um. Ein Neubau wird im Innenhof entstehen.

In den oberen Etagen des Postgebäudes sollen Büroräume entstehen

In den oberen Etagen des Postgebäudes sollen Büroräume entstehen

Foto: Susanne Kollmann

Reinickendorf. In Berlin eine bezahlbare Wohnung zu finden, die zu einem passt, ist schon fast vergleichbar mit einem Sechser im Lotto. Bei Büroräumen ist die Lage nicht sonderlich entspannter, weiß Christopher Weiß. Der ehemalige Architekt hat die Seite gewechselt und ist seit fünf Jahren Bauherr. Sein neustes Projekt: Die oberen Etagen der beiden Gebäude an der Grußdorfstraße in Tegel, in denen die Post untergebracht ist.

Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage

„Diese Räume haben es mir und meiner Kollegin angetan“, sagt Weiß. „Die Gebäude sind schön und die Anbindung an die Büros ist super“, sagt der Bauherr, der mit Andrea van der Bel die Firma Glockenweiß gegründet hat. Die U-Bahnlinie 6, die S-Bahnlinie 25 und die Autobahn 111 sind schnell zu erreichen – Parameter, auf die die neuen Mieter achten würden. Mit der U-Bahn sei man innerhalb einer halben Stunde von Kreuzberg aus in Tegel. Die Nähe zum Flughafen sei kein ausschlaggebendes Argument, sagt der Bauherr, ganz gleich, ob dieser geschlossen wird oder nicht. „Gerade an Büros ist kaum noch etwas auf dem Markt, der Bedarf ist groß“, sagt Weiß. Es herrsche derzeit ein deutliches Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage. Und das würde sich, nach Angaben des Bauherrn, auch in den kommenden Jahren nicht ändern.

2021 sollen die Büros bezugsfertig sein

Noch in diesem Jahr sollen die Abbrucharbeiten im Inneren der denkmalgeschützten Gebäude beginnen, um einen helleren und offeneren Eindruck zu schaffen. So werden den modernen Ansprüchen entsprechend Großraumbüros auf 1500 Quadratmetern entstehen. Fünf bis sechs Mieter sind angedacht, jedes Büro ist dann um die 200 Quadratmeter groß. „Es besteht auch die Möglichkeit, dass eine Firma alles anmietet“, sagt Weiß, der bereits Gespräche mit Interessenten geführt hat. Noch sind Flächen verfügbar. Die werden dann mit dem neuen Mieter gestaltet. Nicht nur das Innere der Gebäude wird umgestaltet, im Hinterhof soll ein Neubau mit zusätzlichen 1200 Quadratmetern entstehen – diese Arbeiten werden voraussichtlich im ersten Quartal 2019 beginnen.

© Berliner Morgenpost 2018 – Alle Rechte vorbehalten.