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Inklusives Sportfest soll Vorurteile abbauen

Beim Inklusiven Sportfest des Netzwerkes für Gesundheit und Bewegung lautete das Motto "Sport macht Spaß".

In Reinickendorf fand das Inklusive Sportfest statt

In Reinickendorf fand das Inklusive Sportfest statt

Foto: picture alliance/imageBROKER

Berlin. Sport macht Spaß – dieses Motto des Inklusiven Sportfestes des Netzwerkes für Gesundheit und Bewegung (ngb) ist nicht nur der Titel der Veranstaltung, sondern auf dem Sportplatz am Uranusweg in Reinickendorf deutlich sicht- und auch hörbar. Alle 400 Teilnehmer aus ganz Berlin haben Spaß und lachen viel, während sie sich in den Disziplinen Fußball, Tischtennis und Volleyball duellieren.

So freudige Gesichter sind bei den Anwesenden nicht immer üblich, leiden nahezu alle an einer psychischen Erkrankung. „Der Sport ist für die Menschen sehr wichtig. Er gibt ihnen Stabilität“, weiß Jana Wöllert, Leiterin des Tageszentrum Tegel-Süd, eine psychiatrischen Einrichtung. Vor neun Jahren hat sie mit Kollegen deshalb das Netzwerk für Gesundheit und Bewegung gestartet. Und genau so lange gibt es auch das Sportturnier. „Ganz wichtig ist uns der inklusive Gedanke. Hier kann jeder mitmachen“, sagt Jana Wöllert und verweist auf das vielfältige Sportangebot des Netzwerkes, „ein großer Wunsch von uns ist, dass wir uns noch mehr vernetzen und so Vorurteile abbauen.“

Der Sponsorenlauf im Anschluss an die Spiele ist für viele Teilnehmer ein Ansporn, sich besonders anzustrengen. Denn: Je mehr Runden man um den Sportplatz läuft, desto mehr Geld gibt es. Die Einnahmen ermöglichen es rund 60 Erkrankten an einem Fußballtrainingslager teilzunehmen. Nächstes Jahr fahren alle für eine Woche an den Werbellinsee. Unterstützt wird das Sportfest vom Bezirksamt Reinickendorf und dem paritätischen Wohlfahrtsverband.

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