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Sanierung nötig: Strandbad Tegel auch im nächsten Jahr zu

Das Strandbad bleibt eventuell auch im kommenden Jahr geschlossen. Die Investorensuche geht nur schleppend voran.

Das Strandbad Tegel wartet auf Sanierung.

Das Strandbad Tegel wartet auf Sanierung.

Foto: Thomas Schubert

Berlin.  Das Strandbad Tegel bleibt möglicherweise auch im nächsten Jahr noch geschlossen – wenn es überhaupt je wieder öffnet. Grund ist die schleppende Suche nach einem Investor, der das Bad sanieren und betreiben soll.

Wie die Berliner Morgenpost erfuhr, hat die Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM), die sich nun für die Bäderbetriebe (BBB) um die Suche kümmert, das Bad bislang noch nicht einmal offiziell besichtigt. Ein für Montag geplanter Begehungstermin wurde kurzfristig abgesagt, angeblich aus „persönlichen Gründen“.

Der Termin soll kommenden Dienstag nachgeholt werden. So verzögert sich wohl auch das geplante Interessenbekundungsverfahren, mit dem die BIM einen Investor zur Sanierung des Bades finden will. Ursprünglich einmal fürs erste Quartal angedacht, soll der Prozess nun erst in „zwei bis drei Monaten“ beginnen, wie BIM-Sprecherin Johanna Steinke auf Anfrage mitteilte.

Start der Sanierung wohl erst ab Sommer 2019 möglich

Nötig geworden war dieser Schritt, weil die Bäderbetriebe das marode Bad nicht selbst sanieren und der rot-rot-grüne Senat die Instandsetzungskosten von 1,7 Millionen Euro nicht tragen will. Nun soll die BIM das Areal mit langfristigem Erbpachtvertrag an einen Investor vergeben, der es nach der Sanierung betreiben soll. Eine einfache Ausschreibung zur Reparatur des Bades sei nicht möglich gewesen, heißt es seitens der BBB.

Bad auch langfristig betreiben

„Bei einer solch hohen Summe finden Sie nur dann einen geeigneten Investor, wenn dieser das Bad auch langfristig betreiben kann“, sagt BBB-Sprecher Matthias Oloew. „Für den Erbpachtvertrag wiederum braucht es das zweistufige Verfahren, mit dem wir die BIM beauftragen: Zunächst die Suche nach Investoren, dann die Sichtung und Vergabe eines Auftrages zur Umsetzung der Sanierung.“

Das Interessenbekundungsverfahren dauert laut BIM rund acht Wochen. „Auf Grundlage dessen kann erst entschieden werden, wie und auf welchem Wege das Objekt vermarket wird“, so Sprecherin Steinke. „Hier über den Verfahrensweg oder Zeitschienen zu reden, wäre also noch eindeutig zu früh.“

Fakt ist: Beginnt die Interessenten-Suche erst im September, könnte die BIM frühestens Ende des Jahres alle Ideen für einen künftigen Badebetrieb sichten. Danach müsste der Investor seine Pläne ausarbeiten, was zumeist mehrere Monate dauert. Bis die Bagger anrollen, kann es so Sommer 2019 werden. Für einen Badebetrieb ist es dann wohl zu spät.

Reinickendorfs CDU-Abgeordneter Tim Zeelen ist sauer. „Zwei Sommer haben SPD, Linke und Grüne bereits verstreichen lassen und eine Lösung ist nicht in Sicht“, sagt er. „Mit ein bisschen Willen hätte man das Bad öffnen können, aber die Koalition verfolgt offenbar die dauerhafte Schließung von Tegel.“

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